Es geht rund im Sport

Geglückter 1. Lauf bei der Nürburgring Langstrecken Serie – Auch die RCN startet am Wochenende in die Saison
Motorsport
Nürburgring Langstrecken-Serie

34 Walkenhorst

Der Walkenhorst BMW M6 GT3 siegte beim ersten Lauf der NLS [Foto: Gruppe C Photography/VLN]

Der Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken-Serie wird wohl in die Geschichtsbücher des Rings in Rheinland-Pfalz eingehen. Nicht nur die Sieger David Pittard und Mikkel Jensen im BMW M6 GT3 von Walkenhorst strahlten dabei. Die erste Motorsportveranstaltung in Deutschland nach dem Corona-Lockdown fand unter anspruchsvollen Auflagen statt, die es zu meistern galt. Dabei ging das Hygiene-Konzept der VLN – unter anderem mit einer großzügig dimensionierten Outdoor-Boxengasse im Fahrerlager – voll auf. Am Ende gab es bei den Teilnehmern und Organisatoren gleichermaßen zufriedene Gesichter. Und auch die Fans blieben keineswegs auf der Strecke. Wenn auch nicht am Nürburgring vor Ort, verfolgten sie den Livestream im Internet. „Mein größter Dank geht heute an die Fans, die unserer Bitte nachgekommen sind, zuhause zu bleiben und das Rennen im Livestream zu verfolgen“, sagt Christian Stephani, Geschäftsführer VLN VV GmbH & Co. KG. „Wir haben einen fantastischen Renntag hinter uns. Wir haben von allen Seiten viel Zuspruch erfahren und blicken nun mit Freude auf die bevorstehenden Rennen. Und – hier schließt sich der Kreis – hoffentlich bald auch wieder mit Fans an der Rennstrecke.“

5 Phoenix Racing

Frank Stippler sah im Phoenix Audi R8 LMS das Ziel nicht. [Foto: Gruppe C Photography/VLN]

Sportlich setzten Patrick Assenheimer und Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team HRT das erste Ausrufezeichen der Saison: Mit einer Rundenzeit von 7:59,191 Minuten sicherten sie sich die Pole-Position. Das Duo führte das Rennen auch zwölf Runden lang an und wurde in Führung liegend abgewinkt. Allerdings unterlief dem Team beim letzten Boxenstopp ein Fehler, so dass die Minimalzeit unterschritten wurde. Dafür erhielten Assenheimer und Engel eine 37-Sekunden-Strafe und mussten sich am Ende mit Platz zwei begnügen. Den Sieg erbten Pittard und Jensen, die im BMW M6 auf Platz zwei ins Ziel gekommen waren. Vor allem in der Startphase, in der die Strecke aufgrund von leichtem Nieselregen rutschig war, wuchs Pittard über sich hinaus, als er – von Position fünf aus gestartet – bis auf Rang zwei nach vorne sprintete. Glück hatte auch das Mercedes-AMG Team GetSpeed. In der Schlussphase kämpften Fabian Schiller, Maximilian Buhk und Raffaele Marciello mit Michele Beretta und Kim Louis Schramm im Phoenix-Audi um den letzten Podestrang. Nur wenige Sekunden trennten beide eingangs der letzten Runde. Am Ende wurde Beratta in eine Kollision verwickelt und fiel bis auf Rang sieben zurück. Mit Platz drei konnte auch GetSpeed den ersten Podestrang der Saison feiern. Einen nicht gelungenen Auftakt hatte dagegen der Bad Münstereifeler Frank Stippler und sein Teamkollege Vincent Kolb im Phoenix Audi R8 LMS, die lange Zeit in der Spitzengruppe mitfuhren. In der 20 Runde mussten die beiden den Rennwagen mit den vier Ringen wegen technischem Defekt abstellen.

Nürburgring Langstrecken-Serie 2020, 51. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy

Der erste Einsatz vom Mercedes C300 von Mcchip-DKR endet auf dem 12. Rang in der Klasse VT2. [Foto: VLN]

Die ersten Tabellenführer der Saison 2020 sind Carsten Knechtges, Marcel Manheller und Janis Waldow, die im BMW 330i von Manheller Racing die mit 19 Fahrzeugen am stärksten besetzte Klasse VT2 für sich entschieden. In der gleichen Klasse landet der Mercedes C300 beim ersten Einsatz vom Team Mcchip-DKR auf dem zwölften Platz. Gefahren wurde das Fahrzeug von Nick Hancke (Lichtenau), Alexander Meixner (Mechernich-Satzvey) und Bernhard Weber (Bonn).

Nürburgring Langstrecken-Serie 2020, 51. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy

Zufrieden waren Sven Oepen und seine Kollegen im Küpper Racing BMW V4. [Foto: VLN]

Ein Fahrzeug weniger war in der Klasse V4 am Start. Die Sieger, Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen im BMW 325i des Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport, belegten in der Tabelle Rang zwei. In der gleichen Klasse landete das Team von Küpper Racing rund um den Kommerner Sven Oepen gemeinsam mit Manuel Dormagen (Euskirchen) und Klemens Eßmann (Köln) auf dem sehr guten achten Platz. „Wir sind mit unserem ersten Lauf mehr als zufrieden. Im Training bin ich als erster im Nieselregen gefahren und da lagen wir Zeitweise sogar auf Platz vier. Bei abtrocknender Strecke sind wir dann leider bis auf Platz zehn abgerutscht. Den Start bin ich dann gefahren und habe das Auto dann nach sieben Runden auf Platz sieben an Manuel übergeben, der hat dann auch sieben problemlose Runden abgespult und auf dem gleichen Platz an Klemens Eßmann übergeben, der zum ersten Mal auf dem Auto mitgefahren ist. Leider wurde er drei Runden vor Schluss von einem Mitbewerber aus der TCR Klasse von hinten touchiert und hat sich dann im Hatzenbach Bogen gedreht und ist leicht in die Leitplanke angeschlagen. Er hat es aber geschafft, über die GP-Strecke in die Box zu kommen. Die Jungs von Küpper Racing haben blitzschnell reagiert und so ging es nach zwei Minuten wieder auf die Strecke. Wir wurden dann zum Schluss auf Platz acht abgewunken“, zeigt sich Oepen mehr als zufrieden über das erste Rennen.

350 Black Falcon

Tobias Müller belegte im Black Falcon Porsche einen hervorragenden 15. Platz in der Gesamtwertung. [Foto: Gruppe C Photography/VLN]

Bester platzierter Fahrer aus der EIFELON-Region war der Euskirchener Tobias Müller, der im Porsche 911 GT3 Cup MR vom Black Falcon Team Identica nicht nur die Klasse SPPRO gewann, sondern mit seinen Teamkollegen Marek Böckmann (Lautersheim) und Carlos Rivas (Bereldange) auch den hervorragenden 15. Platz in der Gesamtwertung belegte. Einen Sieg in der Klasse SP6 feierte der Euskirchener Jörg Wiskirchen gemeinsam mit Teamchef David Ackermann (Döttingen) und Stefan Müller (Kempten) im von rent2drive-FAMILIA-racing eingesetzten Porsche 911 GT3 Cup.
Bereits in einer Woche geht es in der Nürburgring Langstrecken-Serie weiter. Auf dem Programm steht am 11. und 12. Juli die Doppelveranstaltung mit dem 60. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am Samstag und dem 52. ADAC Barbarossapreis am Sonntag – jeweils über die Distanz von vier Stunden.

RCN & GLP

Die Covid-19-Pandemie hat Deutschland lange fest im Griff gehalten. Langsam verbessert sich die Situation und Beschränkungen wurden gelockert. So ist jetzt auch, nach der Genehmigung durch die Kreisverwaltung Ahrweiler, Motorsport auf dem Nürburgring wieder möglich. Die Rundstrecken-Challenge Nürburgring beginnt die Saison 2020 mit dem Lauf „Um die Westfalen-Trophy“ am morgigen Samstag. Die Veranstaltung auf der Nürburgring-Nordschleife, ausgerichtet von MSC Bork e.V. im ADAC, weist in Corona-Zeiten einige Besonderheiten auf. Zuschauer im Fahrerlager und rund um die Strecke sind nicht zugelassen. Für alle Teilnehmer und Offizielle gelten die strengen Hygienevorschriften: In allen Bereichen sind die allgemeinen Regeln zum „Social Distancing“ zu beachten und die entsprechenden Abstandsregeln von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. In allen Räumen sowie bei Unterschreitung des Mindestabstandes ist das Tragen von Mund-Nasenschutz erforderlich. Alle Wege und Bereiche sind so gestaltet, dass die Mindestabstände garantiert sind. Stark frequentierte Bereiche werden vom Streckenbetreiber mit Desinfektionsmöglichkeiten ausgestattet.
Organisationspersonal, das direkten Kontakt zu Teilnehmern hat, schützt sich zusätzlich zum Mund-Nasenschutz durch das Tragen von Einmalhandschuhen und achtet auf die Abstandsregeln. Im Bereich der Administration werden die Bearbeitungstheken mit einer Spuck-Schutzscheibe versehen. Der Zutritt zu den Räumen der Organisation ist neu geregelt, und darf nur unter Vermeidung von Warteschlangen erfolgen. Die Veranstaltung wird in zwei Läufen durchgeführt.
Die Läufe sind wie folgt eingeteilt: Lauf 1 (Roter Punkt/Gelber Punkt): Hier fahren die Autos der Klassen: Cup 3 Porsche Cayman GT4, Cup 2 BMW M 240 I, V 6, Cup 1 Opel Astra OPC, V5, VT 3, V4, F4, F3, VT2, F2, V3, F5, V2, VT1, V1, F1; RCN Light 29 + 30. Lauf 2: Hier fahren die Autos der Klassen: RS 7, RS 8, RS 3A, RS 6, RS 8A, RS 4A, H 6, H 7, RS 2A, H 5, H 4, H 3, RS 3, RS 5, RS 3DA, RS 4, RS 2, RS 2DA, RS 12ATG, H 2, RS 1, RS 1DA, H 1. Die Distanz wurde um zwei Sprintrunden auf 13 Umläufe verkürzt. Knapp 130 Teilnehmer gaben für die Saisonpremiere ihre Nennung ab. RCN Rennleiter Hans-Werner Hilger: „In der aktuellen Situation ist diese Starterzahl in Ordnung, darauf können wir aufbauen. Aber zunächst einmal müssen wir unser Saisondebüt ordentlich über die Bühne bekommen.“ Bei der ersten Veranstaltung der GT- und Tourenwagen-Breitensportserie gibt es einige Kandidaten auf den Gesamtsieg. Zum Favoritenkreis gehören: Winfried Assmann (Golssen, Porsche 991 GT3 Cup), Michael Luther/Markus Schmickler (Barsbüttel/Bad Neuenahr, BMW M3), Florian Pröbstl (Hohenpeißenberg, BMW M3), Markus Sattler (Lorch, AMG Mercedes GT4) und Volker Wawer/Achim Wawer (beide Karlsruhe/Porsche Cayman). Titelverteidiger Kevin Totz (Brakel) startet mit einem BMW 325i wieder in der Klasse V4, als Partner hat er diesmal Carsten Meurer (Welcherath). Mit 21 Teilnehmern ist die Klasse wie im vergangenen Jahr die größte im Feld.

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