MOTORSPORT. Qualirace – RCN – GLP

Mein Arikel von EIFELON

6h-Qualifikationsrennen 24h-Rennen

Rang zwei beim BMW-Dreifachsieg belegte der ROWE Racing M6 GT3. [Foto: pd]

Überzeugender Auftritt für den BMW M6 GT3 beim ADAC Qualifikationsrennen auf der Nürburgring-Nordschleife: Alle Podiumsplätze beim letzten Testrennen für das 24h-Rennen am Fronleichnamswochenende gingen an Teams des bayerischen Herstellers. Während Walkenhorst Motorsport mit Christian Krognes (NOR), David Pittard und Nicholas Yelloly (beide GBR) den Gesamtsieg holte, sicherte sich ROWE Racing mit Jesse Krohn (FIN) und John Edwards (USA) den zweiten und mit Connor de Philippi (USA), Tom Blomqvist (GBR) und Mikkel Jensen (DNK) den dritten Platz. Da der Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing Platz vier holen konnte, landete der bestplatzierte Mercedes-AMG auf Rang fünf. Der beste Audi wurde Achter.
In der Startphase ging es mächtig zur Sache. Ein spannendes Duell an der Spitze der ersten Startgruppe war geprägt von den typischen Eigenschaften der Nordschleife. Auf der feuchten Strecke hatten sich viele Teams bei der Reifenwahl scheinbar verpokert und waren auf Slicks gestartet. Marcel Fässler im Audi R8 LMS #4 konnte sich auf seinen Regenreifen deshalb perfekt in Szene setzen und Pole-Sitter Yelmer Buurman im Black-Falcon-Mercedes-AMG #6 sowie die versammelte Konkurrenz deutlich hinter sich lassen. Doch sein Feuerwerk währte nur kurz: Bereits nach vier Runden steuerte er die Box an, weil er auf der zunehmend trockenen Strecke immer mehr in Schwierigkeiten geriet. An der Spitze konnten sich bis zur Rennmitte nach drei Stunden vor allem die BMW M6 GT3 von Rowe Racing, Schnitzer und Walkenhorst, sowie die beiden Porsche 911 GT3 R der Vorjahressieger von Manthey Racing in Szene setzen.
Die zweite Rennhälfte wurde dann immer mehr zur Galavorstellung der BMW-Mannschaften. Zeitweise fuhren die BMW M6 GT3 acht Sekunden schneller als die dahinter liegenden Porsche 911 GT3 R. Lediglich eine Zeitstrafe von 1:32 Minuten wegen Missachtung der Gelben Flaggen sorgte noch einmal für Stirnrunzeln der BMW-Strategen, doch am Ende gingen alle Podiumsplätze an die Münchner. Die 24h-Rekordsieger von Manthey Racing lagen bis wenige Minuten vor Rennende auf Podiumskurs, mussten dann allerdings wegen Problemen mit der Lenkung nochmals die Boxen ansteuern. Damit war der BMW-Dreifachsieg endgültig besiegelt.

Zufriedenheit mit Platz 17. in der Gesamtwertung für den Nissan bei den Teams von Kondo Racing und von mcchip-dkr. [Foto: pd]

Zufrieden waren auch das japanische Kondo Racing und das Mechernicher Team mcchip-dkr, die zusammen den Einsatz des Nissan GT-R Nismo GT3 erfolgreich absolvierten. Der japanische GT3 Sportwagen beendete das sechsstündige Rennen auf Gesamtrang 17. Der Fokus des Einsatzes lag nicht auf einer guten Platzierung, sondern darauf, so viele Testkilometer wie möglich abzuspulen. Vor allem hinsichtlich der freizufahrenden Reifenmischungen wurden wichtige Erkenntnisse gesammelt, da beim 24h-Rennen nur eine eingeschränkte Zahl an Reifenspezifikationen pro Achse erlaubt ist.
„Jetzt bleiben noch vier Wochen Zeit, um den Nissan GT-R Nismo GT3 auf die Hatz einmal rund um die Uhr vorzubereiten“, so Danny Kubasik. Die Fahrer Matsuda Tsugio, Takaboshi Mitsunori und Tomonobu Fujii werden beim 24h-Rennen wieder durch den schnellen Niederländer Tom Coronel unterstützt, der wegen des WTCR-Einsatzes auf dem Circuit Zandvoort verhindert war.

SP6-Klassensieg für den Euskirchener Jörg Wiskirchen im rent-2-drive Porsche. [Foto: pd]

Den SP6 Klassensieg feierte der Euskirchener Jörg Wiskirchen gemeinsam mit seinen Teamkollegen vom Team rent2Drive-FAMILIA-racing im Porsche 997 GT3 Cup. Rang drei in der Klasse SP10 hieß es am Ende der sechs Stunden für den Euskirchener Tobias Müller im AMG Mercedes GT4 von Black Falcon Team IDENTICA. Nach 30 Runden kam es für den Porsche 991 GT3 Cup von den Teams CP Racing/C&R Motorsport aus Hellenthal zum Aus. Noch kürzer war der Aufritt vom Kreuzauer Jonas Spölgen, der seinen BMW E90 325i nach zwei Runden mit Motorschaden abstellen musste. Damit ist der Traum vom 24h-Rennen ausgeträumt: „Durch den Ausfall fehlen uns Runden für die Permit A. Wir werden beim 24h-Rennen an dem dort ausgetragenen RCN-Lauf teilnehmen. Danach werden wir wohl am 4. VLN Lauf teilnehmen“, so ein enttäuschter Jonas Spölgen nach dem frühen Aus.

RCN3

Dr. Dr. Stein Tveten und sein Teamkollege Holger Kroth holten im Porsche 911 den Gesamtsieg beim dritten RCL-Lauf. [Foto: pd]

Die dritte RCN-Veranstaltung, „Preis der Schlossstadt Brühl“, war geprägt von den typischen Wetterkapriolen der Eifel. Pünktlich zum Start setzte heftiger Regen ein. Entgegen aller Vorhersagen blieb es dann bis zum Ende trocken. Der Lauf, der im Rahmen des 24h-Qualifikationsrennens ausgetragen wurde, fand auf der Streckenvariante Nordschleife und GP-Kurs statt.

Ludger Henrich und Jürgen Schulten haben nach ihrem Klassensieg die Führung der RCN-Gesamtwertung übernommen. [Foto: pd]

Der Start der 170 Teilnehmer verzögerte sich um eine gute Viertelstunde, da die Rennleitung den Teams auf der Start- und Zielgeraden die Möglichkeit gab, auf Regenreifen zu wechseln. Die erste Hälfte dominierte das Duo Alexander Schula/Marcel Krichel (Hattersheim/Geilenkirchen), das mit dem Allrad-Audi der Konkurrenz davonfuhr. In der zweiten Halbzeit hatte das Team – wie viele andere Teilnehmer – mit den Reifen zu kämpfen. Da die meisten in der Erwartung auf weiteren Regen auf einen Reifenwechsel verzichtet hatten, wurde das Fahren im Trockenen mit Regenpneus zum echten Problem.

Der Zülpicher Alexander Kroker holte im Suzuki Swift den Klassensieg. [Foto: pd]

So konnte das Duo Dr. Dr. Stein Tveten/Holger Kroth (Bad Honnef/Rockenberg, Porsche 991) aus der Klasse V6, das als eine der wenigen auf Slicks gewechselt war, noch aufschließen und den ersten Gesamtsieg herausfahren. Tveten: „Wahnsinn, damit hätte ich nicht gerechnet. Aber wir haben uns entschieden, auf Risiko zu setzen und haben damit gewonnen.“ Die Audi-Piloten belegten Platz zwei vor Winfried Assmann (Golssen, Porsche Cayman GT4). Dahinter sah der Nörvenicher Rolf Buchstaller und Stefan Schmickler im BMW Z4 den Zielstrich, was für die beiden auch den Klassensieg in der RS6 bedeutete.
Tabellenführer sind nach der dritten Veranstaltung Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln, Opel Astra), die den zweiten Klassensieg in der Klasse H3 holten. Neben Rolf Buchstaller feierten auch noch weitere Fahrer aus der EIFELON-Region Klassensiege. Das Hürtgenwalder Vater- und Sohn-Duo Bernd und Kevin Küpper gewann im BMW E46 325i die Klasse RS4. Als Einzelstarter siegte der Zülpicher Alexander Kroker in einem Suzuki Swift in der Klasse RS2. Der Euskirchener Stephan Ernst belegte gemeinsam mit seinem Teamkollegen Timo Beuth (Königswinter) auf einem Renault Clio 3 RS den zweiten Klassenplatz in der H3. Auch die beim vom Team mcchip-dkr eingesetzten Fahrzeuge, der Porsche Cayman 981 und der BMW 325i E90, schafften die RCN Prüfung bei Eifel-typischen Wetterkapriolen problemlos.

Ben Bünnagel und Markus Diederich testeten den mcchip-dkr Porsche Cayman beim RCN Lauf für das 24h Rennen. [Foto: pd]

Ben Bünnagel und Markus Diederich pilotierten den Porsche Cayman sicher über die Renndistanz von 13 Runden. Das Fahrerduo wird zusammen mit Kohei Fukuda und Thomas D. Hetzer auch das 24h-Rennen auf dem Porsche Cayman absolvieren. Der RCN Lauf auf der 24h-Streckenvariante der Nürburgring-Nordschleife diente als perfekte Vorbereitung.

Die beiden Rookies Jörg Rohde und Sebastian Cremer absolvierten im vom mcchp-dkr vorbereiteten BMW 325i E90 ein erfolgreiches erstes Rennen. [Foto: pd]

Da der Porsche Cayman das Rennen mit Dunlop Reifen bestritt und nicht mit den RCN-Pflichtreifen von Hankook, erhielt man vier Strafminuten. Eine gute Platzierung war daher von vornherein ausgeschlossen. Gleiches galt auch für den die beiden Rookies Jörg Rohde und Sebastian Cremer die ebenfalls mit der falschen Reifenmarke unterwegs waren. Trotzdem konnten sie mit dem BMW 325i E90 einen erfolgreichen ersten Renneinsatz für sich verbuchen. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal sein, dass die beiden mit dem GTronix360 Team mcchip-dkr auf der Nordschleife auftauchen.

GLP3

Dietmar Schäfer war mit dem Ergebnis zufrieden, mit den Platzierung nicht. [Foto: pd]

Nachdem der zweite GLP-Lauf der Saison noch witterungsbedingt abgesagt werden musste, spielte das Wetter diesmal mit. Obwohl der Eifelhimmel mit dichten Wolken bedeckt war, kam es während der Veranstaltung nicht zu Niederschlägen. Optimales Wetter für die insgesamt 137 Teilnehmer der ADAC Gleichmäßigkeitsprüfung „Schloß Augustusburg“ der Scuderia Augustusburg Brühl. Der Sieg ging wieder an Oliver und Udo von Fragstein. Mit 2,1 Punkten sicherten sich Vater und Sohn bereits den zweiten Saisonsieg.
Bestes Team aus der EIFELON-Region waren Mirko Reidenbach/Jochen Habeth (Weilerswist/Wißkirchen) mit einem BMW E 36 auf Gesamtrang 22. Auf dem 24. Platz kam der Mechernicher Markus Fahnenstich und Stephan Milz (Hennef) im Opel Astra G OPC. Bernd Schmitz (Euskirchen) und Egon Richter (Duisburg), die in einem Dacia Logan CSR für die SFG Schönau an den Start gingen, beendeten den GLP-Lauf mit 27,5 Punkten auf dem 45. Platz. Mit seiner Punktzahl von 36,5 war der Kommerner Dietmar Schäfer und Beifahrer Philip Kündgen (Mechernich) mit seinem Ergebnis zufrieden, mit der Platzierung auf dem 63. Rang nicht: „Das war punktemäßig das beste Ergebnis seitdem ich fahre, aber das Feld ist so dicht geworden, dass man damit nicht unter den Top 30 landen kann“, so ein enttäuschter Schäfer nach der Prüfung.

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