MOTORSPORT. 3. VLN-Lauf

Erster Sieg für das Wochenspiegel Team Monschau im Ferrari 488 GT3. Der Monschauer Georg Weiss holte sich gemeinsam mit Oliver Kainz und Jochen Krumbach beim 59. ADAC ACAS H&R-Cup den ersten VLN-Sieg für den Ferrari 488 GT3 des Teams.

Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Otto Klohs, Mathieu Jaminet und Lars Kern im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing betrug 52,755 Sekunden. Platz drei belegten Michael Ammermüller und Jeffrey Schmidt mit dem Audi R8 LMS von Land-Motorsport. Der Sieg des WTM-Ferrari war der zweite Ferrari-Sieg in der Geschichte der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Der erste ist datiert auf den 14. Mai 2011. Damals triumphierten Marco Seefried und Jamie Melo Junior im Ferrari F458 von Farnbacher-Racing.
Um einige Plätze nach hinten versetzt wurde beim 3. Lauf das Team von mcchip-dkr rund um den Mechernicher Danny Kubasik mit dem Renault R.S. 01 GT3. Die Fahrerpaarung Heiko Hammel, „Dieter Schmidtmann“ und Michele Di Martino hatten zwar als Gesamtdritte die Zielflagge gesehen, bekamen aber aufgrund einer Missachtung von Flaggensignalen von der Rennleitung eine Zeitersatzstrafe von 185 Sekunden auferlegt und wurden damit nur auf dem 7. Platz gewertet. Nach den technischen Rückschlägen der bisherigen Saison war dabei die klare Ansage: Abliefern. Der Renault R.S. 01 lief schon im Training sehr gut und konnte mit einer Zeit von 8:04.392 ein außerordentliches Qualifying absolvieren. Lediglich der Ferrari vom Wochenspiegel Team Monschau und die zwei Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing durften sich in der Startaufstellung vor dem R.S. 01 positionieren. Nach dieser guten Leistung schlug die „Balance of Performance“ zu. Mit 30 kg zusätzlichem Gewicht ging es für die Mannschaft von Danny Kubasik ins Rennen. Aber schon im ersten Stint konnte Heiko Hammel den Renault vor den drittplatzierten Porsche von Manthey-Racing setzen und wichtige Zeit gewinnen. Kurz vor der Zwei-Stunden-Marke bekam der Renault mit Fahrer Di Martino eine Stop-and-Go-Strafe auferlegt, was einen Zeitverlust von 90 Sekunden bedeutete. „Diese Strafe war noch zu verkraften. Aber die zweite Strafe hat uns dann deutlich zurück geworfen, denn durch die nachträgliche Zeitstrafe von 185 Sekunden wurde der Podiumsplatz zunichte gemacht. Wir landen zwar auf einem zufriedenstellenden siebten Rang, aber wir müssen uns als reines Amateurteam nicht hinter den Werksteams verstecken“, so die Verlautbarung aus dem Team. Vor allem der neue Reifenpartner Dunlop verhalf dem Renault zu der gewünschten Performance.

Einen unerwarteten Sieg in der TVR-Klasse landete der Kreuzauer Benedikt Gentgen gemeinsam mit Marcel Willert (Leverkusen) im vom FEV-Racing eingesetzten Seat Sport Leon TCR. Der Nideggener Arndt Hallmanns, der ebenfalls auf dem Auto gemeldet war, hatte seinen Start kurzfristig abgesagt. Gentgen/Willert verwiesen damit LMS Engineering mit dem Audi RS3 LMS und das erfolgsverwöhnte Team von mathilda-racing (Klassensieger in den ersten beiden Läufen) auf die Plätze.
Rang drei hieß es am Ende des Vier-Stunden-Rennens für das Team von Küpper Racing aus Düren in der Klasse V4. Bernd und Kevin Küpper kamen als Dritte in der Klasse vor ihren Teamkollegen Rolf Derscheid, Michael Flehmer und Zoran Radulovic ins Ziel.

Ebenfalls auf Rang drei in der Klasse SP10 landete der Vossenacker Rene Offermanns gemeisam mit seinem Teamkollegen Dirk Riebensahm (Andernach) im Porsche Cayman GT4 CS MR vom Wochenspiegel Team Monschau.
Ein eher durchwachsenes Wochenende erlebten die Euskirchener Tobias Müller und Jörg Wiskirchen. Nach einem 10. Platz im Zeittraining konnte Tobias Müller zwar beim Start drei Plätze gutmachen, wurde aber kurze Zeit später auf der Döttinger Höhe bei 240km/h in einen Unfall verwickelt, der einen Reifenschaden nach sich zog. Durch den unplanmäßigen Stopp fiel das Team Tobias Müller/Gilb Kutepov ans Ende des Feldes in der BMW M235i Cup-Klasse. „Dazu kam, dass ich wenige Runden später aufgrund eines elektrischen Fehlers das Auto dreimal auf der Strecke abschalten musste, um zurück an die Box zu kommen“, so Müller. In der Box wurde der Fehler gelöscht und der Euskirchener und sein Berliner Teamkollege konnten die Aufholjagd starten. Am Ende wurde der BMW M235i Racing Cup von MKR-Engineering als Zehnter in der Cup-Klasse abgewunken.

Eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle erlebte die Mannschaft des Porsche GT3 Cups vom Rent-2-Drive-Racing Team in der Klasse SP6. Kurz vor dem Ziel zerstörte ein auf der Strecke liegendes Teil den Kühler des Porsche von Jörg Wiskirchen. Durch die von Jörg Wiskirchen gefahrene Poleposition hatten die beiden Mitfahrer Michael Heimrich sowie Teamchef David Ackermann die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Rennverlauf. Erst ein Reifenschaden, den Michael Heimreich ereilte, ließen alle Siegeschancen zerplatzen. Zwar verkürzte Schlussfahrer David Ackermann den Abstand zu dem führenden Hofor-BMW und witterte wieder Siegesluft. Aber kurz vor der Ziellinie ereilte das Team dann doch noch das Pech. Ein auf der Strecke liegendes Stück einer Felge bohrte sich in den Kühler des Porsches und machte eine Weiterfahrt unmöglich. „That’s racing“, so der kurze Kommentar von Teamchef David Ackermann.
Einen Einstand nach Maß feierte die Mannschaft von Kissling Motorsport aus Bad Münstereifel mit dem Opel Astra TCR leider nur im Training. Die Fahrer Hannu Luostarinen und Volker Strycek holten sich die Polepostion in der TCR-Klasse und lagen auch im Rennen lange in Führung, ehe sie in einer Code-60-Zone einen Unfall hatten und das Rennen aufgeben mussten. „Das war sehr schade, nach tollem Debüt des Astra TCR in der VLN 2017. Trotz des Unfalls sind wir sehr zufrieden. Es war eine starke Leistung von Hannu Luostarinen, Volker Strycek und der Gesamten Boxencrew. Wir kommen wieder“, hieß es aus Kissling-Team-Kreisen.
Für den Nettersheimer Christoph Breuer war bereits nach 18 Runden im Porsche Cayman Endwicklungsfahrzeug von Manthey Racing Schluss. Das Fahrzeug wurde mit technischen Problemen abgestellt.
Der vierte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, die 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, findet am 8. Juli statt. Das Rennen des MSC Adenau führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

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