RADSPORT. Ganzkörper-Muskelkater am Tag danach…

24h-Mountainbike-Rennen: Zwei Teams aus dem Kreis Euskirchen auf den ersten Plätzen

Artikel aus dem Wochenspiegel Euskirchen

Dominic Aigner hat die deutsche Meisterschaft im 24h-Mountainbike-Rennen
gewonnen.

KOMMERN (PD). Mountainbikefahren ist ja an sich schon keine einfache Sache. Aber 24 Stunden am Stück zu fahren, ist dann doch eine ganz besondere Herausforderung. Bei den Deutschen Meisterschaften in Rieste (Alfsee) waren gleich zwei Teams mit Euskirchener Beteiligung am Start. Zum einen gingen Torsten Weber und Johannes Nasheuer als »24h-Team Voreifel Euskirchen« an den Start, zum anderen war es das Team »Hilfsgruppe Eifel« mit Dominic Aigner aus Kommern und seinem Freund René Lausberg aus Wegberg.

Von Beginn an dominierten Aigner/Lausberg das Tempo in der Kategorie 2er-Männer-Teams. Dahinter reihte sich als Zweitplatzierte das Team Weber/Nasheuer ein. Das sollte bis zum Ende nach 24 Stunden so bleiben.

Aigner/Lausberg schlugen eine andere Strategie an als alle anderen Teams im Wettbewerb ein. Nach der Anfangsphase beschlossen sie, nur alle zwei Stunden zu wechseln – und das war dann auch der Weg zum Erfolg. »Es war zwar sehr anstrengend, in die Nacht hinein nur alle zwei Stunden, also nach vier Runden, zu wechseln, aber dadurch hatten wir auch eine deutlich längere Erholungsphase als alle anderen«, so Dominic Aigner nach dem Sieg.

Das Team Weber/Nasheuer war schon in der Anfangsphase gehandicapt. Torsten Weber hatte einen Sturz, bei dem er sich nicht nur sein Bike stark beschädigte, sondern auch sein Knie. Die kurze Meldung lautete: »Schuh kaputt, Lenker verborgen, Schaltauge kaputt, starke Schmerzen am Knie.« Das Rad konnte einigermaßen wieder hergerichtet werden, und so biss Torsten Weber auf die Zähne.

Dominic Aigner und René Lausberg hatten zwar auch ihre Probleme, aber sie bauten die Führung kontinuierlich aus. »Im Gegensatz zum Straßenrennsport hat man beim MTB-Rennen keine Erholungsphasen. Außerdem fehlt uns gegenüber den MTB-Spezialisten die Fahrtechnik«, so Aigner, der am Montagmorgen mit einem »Ganzkörper-Muskelkater« aufwachte.

Am Ende hieß der Zieleinlauf: 1. Aigner/Lausberg 49 gefahrene Runden, was bedeutete, das die beiden in 24 Stunden 588 Kilometer und 7840 Höhenmeter auf dem 12 Kilometer langen Rundkurs zurückgelegt hatten und damit die deutsche Meisterschaft in ihrer Klasse feiern konnten. Auf dem zweiten Rang landeten Weber/Nasheuer mit 47 gefahrenen Runden.

Erstmal genug von solchen Strapazen? Denkste! Der Kommerner Dominic Aigner plant schon das nächste große Rennen. Gemeinsam mit dem Engelgauer Sascha Poth will er das 24h-Rennen »Rad am Ring« (Nürburgring) in Angriff nehmen. In welcher Kategorie bleibt noch abzuwarten.

0106 Rene Lausberg 1

René Lausberg. Foto: privat

WEB Dominic Aigner PD 1

Archivfoto: Dominic Aigner.

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