MECHERNICH. Neues Kühlhaus für die Tafel

Einweihung nach mehr als zwei Jahren Planung – Viele Spender sind am 32.000-Euro-Projekt beteiligt

Mechernich – Zwei Jahre lang hatten Vorsitzender Wolfgang Weilerswist und sein Team von der Mechernicher Tafel an der Finanzierung für das neue, dringend benötigte Kühlhaus gearbeitet. Nun konnte die neue Errungenschaft der Hilfsorganisation, die in Mechernich Lebensmittel, die der Handel vernichten würde, an Bedürftige verteilt, eingeweiht werden.

Auf insgesamt 32.000 Euro belaufen sich die Kosten für das Kühlhaus, in dem auch die Lebensmittel für die Tafel-Dependancen in Kall und Bad Münstereifel gekühlt werden. Das alte Kühlhaus genügte den Bedürfnissen schon lange nicht mehr. „Gerade einmal drei Paletten hatten dort Platz“, so Wolfgang Weilerswist. Im neuen Kühlhaus können zwölf Euro-Paletten konstant bei sechs Grad Celsius gelagert werden. Die Anschubfinanzierung für den Neubau kam vom Euskirchener Immobilienunternehmen „Embgenbroich Finanzen und Immobilien“, das 5.000 Euro spendete. Es folgten weitere 5.000 Euro von der Mechernich-Stiftung sowie jeweils 2.000 Euro von „RWE vor Ort“ und der evangelischen Kirche in Mechernich. Den größten Betrag in Höhe von 10.000 Euro stiftete der Tafel-Bundesverband den Helfern in Mechernich, Geld, das aus der Flaschenpfandspende des Discounters Lidl stammt.

Aber nicht nur die großen Spender machten das Projekt möglich. „Wir bedanken uns bei jedem Spender, der uns unterstützt hat. Ohne sie wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen“, freute sich Wolfgang Weilerswist auch über die kleinen Sponsoren. Zumal das Kühlhaus deutlich teurer geworden sei, als bei der ersten Planung gedacht. Denn um es vor Vandalismus zu schützen, wurde es sicherheitshalber mit einer Garage umbaut. „Da wir kein normales Garagentor dafür verwenden konnten, habe wir zwei Schwingtüren einbauen lassen. Allein dieser Sonderwunsch hat 1.700 Euro gekostet. Auch das Fundament war sehr teuer“, erklärte der nimmermüde Tafelvorsitzende die Kostenexplosion.

Am Ende seiner Rede anlässlich der Einweihungsfeier, zu der auch viele der ehrenamtlichen Helfer gekommen waren, zeigte sich Weilerswist, der auch Landesvorsitzender der Tafeln in NRW ist, ein wenig stolz auf das Geschaffene: „Ich kann ohne Fug und Recht behaupten, dass wir eine Vorzeige-Tafel in Nordrhein-Westfalen sind.“

Nachdem das Großprojekt „Kühlhaus“ endlich fertig gestellt wurde, sieht sich Weilerswist schon vor die nächste Herausforderung gestellt: „Unser kleiner Lieferwagen braucht unbedingt eine große Inspektion, die über die übliche Wartung hinausgeht.“ Dass das Transportfahrzeug am Laufen bleibt, sei wichtig, betont er, denn über 200 Familien mit rund 1.000 Angehörigen werden allein zweimal die Woche an der Ausgabestelle in Mechernich betreut.

pp/Agentur ProfiPress
 

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