MECHERNICH. Die Patientensicherheit weiter verbessert

Das Kreiskrankenhaus Mechernich ist jetzt auch nach der ISO-Norm zertifiziert

Artikel aus dem Schleidener Wochenspiegel
 

Qualitätsmanagement und Kundenzufriedenheit stehen in der modernen Wirtschaft an erster Stelle. Waren es früher hauptsächlich die Herstellungsbetriebe, die sich einer Prüfung nach ISO-Norm unterzogen, machen dies auch immer mehr Dienstleistungsunternehmen. Auch das Kreiskrankenhaus in Mechernich hat sich der freiwilligen Überprüfung unterzogen und ist seit dem 10. Juli nach DIN ISO zertifiziert. Für die Patienten bringt das große Vorteile in Sachen Sicherheit und Komfort.

Sicherheitscheckliste und Patientenarmband stellten Geschäftsführer Hermann Gemke, Sarah Lückenbach und Isabell Fischer-Laubis bei der Pressekonferenz im Mechernicher Krankenhaus vor.

Sicherheitscheckliste und Patientenarmband stellten Geschäftsführer Hermann Gemke, Sarah Lückenbach und Isabell Fischer-Laubis bei der Pressekonferenz im Mechernicher Krankenhaus vor.

MECHERNICH (PD). Rund 110 Ärzte und 1400 Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses und der angeschlossenen Gesellschaften in Mechernich ließen sich bei ihren Arbeitsabläufen über die Schulter schauen und dabei bewerten. Einer der wichtigsten Punkte dabei ist die Patientensicherheit. Dabei ist vor allem der Bereich Hygiene im Krankenhaus ein hochsensibles Thema. Dabei hatte das Krankenhaus Mechernich aber schon vor der Zeit der ISO-Zertifizierung vorgelegt und das Hygiene-Qualitätssiegel in Gold als eines von zehn Krankenhäusern im Rheinland bekommen.

Bereits bei der stationären Aufnahme des Patienten wird ein freiwilliger MRSA-Test unterzogen. Dabei wird nach Bakterien gesucht, die zwar für den gesunden Menschen ungefährlich sind, aber bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem zu Blutvergiftungen und Lungenentzündungen führen können. »Wir haben den Test in 2013 bei rund 18.000 Patienten durchgeführt und rund 200 davon waren infiziert«, erklärt Hermann Gemke, Geschäftsführer des Krankenhauses. Diese Patienten werden dann in Isolierzimmern untergebracht und dort separat von den anderen Patienten versorgt.

Damit bei der Operation der Patienten alles richtig abläuft, haben die Verantwortlichen im Mechernicher Krankenhaus ein sogenanntes »Team-Time-Out« etabliert. Dabei werden alle Schritte mit einer Checkliste überprüft. Damit jeder Patient zu jedem Zeitpunkt sicher
identifiziert werden kann, erhält er bei der stationären Aufnahme im Kreiskrankenhaus Mechernich ein Armband, auf dem alle wichtigen Informationen über ihm gespeichert sind.

Aber auch auf der eigenen Seite ist die Abteilungsleiterin Qualitätsmanagement Sarah Lückenbach aktiv gewesen. Damit man bei jeder Arbeitsanweisung die Unterschrift des behandeln Arzt sofort zuordnen kann, tragen die Mediziner Stempel mit ihrem Namen in der Kitteltasche. »Diesen Stempel müssen die Ärzte unter die meist unleserliche Unterschrift setzen, um eine einwandfreie Identifizierung zu gewährleisten«, erklärt Lückenbach die Neuerung.

Obwohl der Maßnahmenkatalog zur Verbessrung des Wohls der Patienten groß ist, werden wie in jedem Krankenhaus auch in Mechernich Fehler gemacht: »Diese zu analysieren und abzustellen ist eine unserer größten Aufgabe«, so Lückenbach. Dazu treffen sich in regelmäßigen Abständen Ärzte und Pflegepersonal bei so genannten Risiko-Audits, um diese »Beinahe-Fehler« zu besprechen und abzustellen. Dabei handelt es sich nicht immer um dramatische Dinge sondern einfach Sachen, die das Leben im Krankenhausbetrieb leichter machen: »Stolperfallen durch offen liegende Kabelstränge in einem Behandlungsraum konnten beseitigt werden«, nannte Lückenbach ein Beispiel.

Die Zertifizierung muss immer wieder erneuert werden. Also wird am System weiter gearbeitet. »Als nächstes wollen wir die Wartezeit der Patienten bei den Behandlungen verkürzen«, erklärt Isabell Fischer-Laubis, die Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation. »Außerdem wollen wir dann die neuen Standards auch für das Schleidener Krankenhaus umsetzen«, so Geschäftsführer Hermann Gemke.

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