FUSSBALL. Mittelrheinliga. Nierfeld lässt Erftstadt bangen

Mit dem 1:0-Erfolg vergrößert der SVN die Abstiegssorgen der Germania

Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger von Marc Grospitz
 

SSV Merten – Euskirchener TSC 3:2 (2:2). Für den Euskirchener TSC nahm die Partie beim SSV Merten ein bitteres Ende. Für die Hausherren war es hingegen ein Big-Point im Abstiegskampf der Fußball-Mittelrheinliga. Als sich alle schon mit einem Unentschieden abgefunden hatten, erzielte der Mertener Michael Maier in der dritten Minute der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer. Und dieses überraschende Tor lässt die Gastgeber nun hoffen: Zwei Spieltage vor dem Ende hat der SSV drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze.
Dabei war der ETSC um Trainer Kurth Maus gut in die Begegnung gestartet. Thomas Leßenich traf zum 1:0 für Euskirchen (25.). Die Führung hielt nicht lange. Denn nur zwei Minuten später kamen die Mertener durch Patrick Njangue erstmals zum Ausgleich. Knapp zehn Minuten später wurde Sebastian Kaiser im Mertener Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jan Winkler zum 2:1. Doch noch vor der Halbzeit gelang dem SSV durch seinen Kapitän Thomas Geuer der erneute Ausgleich.
Bis zur 93. Minute schienen sich beide Teams mit dem 2:2 abgefunden zu haben. Doch dann ließ Maier die Euskirchener am Ende mit leeren Händen dastehen. „Wir waren im Abwehrverhalten einfach nicht konzentriert genug. Besonders die Tore vor der Halbzeit dürfen bei unseren Ansprüchen nicht fallen. Da muss man cleverer agieren und eine brenzlige Situation konsequenter lösen“, sagte Maus.
Euskirchener TSC: Griesehop, Saar, Foukis, Schroden, Barth (75. Ems), Winkler, Golz, Leßenich, Drosdziok, Fuhl, Kaiser.
SV Nierfeld – FC Germania Erftstadt-Lechenich 1:0 (0:0). Bei strahlendem Sonnenschein sahen über 300 Zuschauer die Begegnung zweier Teams, die in der kommenden Saison womöglich beide in die Landesliga antreten werden. Der Tabellenvorletzte SV Nierfeld steht bereits seit einigen Wochen als Absteiger fest, könnte aber dank des 1:0-Erfolgs gegen den FC Germania Erftstadt-Lechenich nun auch noch den abstiegsbedrohten Gästen ein Bein gestellt haben.
Denn nach der knappen Pleite rutschte der SC auf einen Abstiegsplatz ab. Entsprechend frustriert verließen die Erftstädter Akteure das Spielfeld. Zumal sich zu diesem Zeitpunkt längst herumgesprochen hatte, dass die Konkurrenz aus Brühl (2:0 bei Hilal Maroc Bergheim), Merten (3:2 gegen Euskirchener TSC) und Freialdenhoven (2:0 gegen Germania Windeck) ihre Duelle hatte gewinnen können. SC-Coach Paul Esser beschäftigte sich jedoch in erster Linie mit der Leistung seiner Elf: „Dieses Spiel hätten wir auf keinen Fall verlieren dürfen.“
Seine Spieler hatten in der Tat vor allem Schwächen in der Chancenauswertung offenbart. Besonders Karsten Kochems und Thorsten Muhlack, der unter anderem Pech bei einem Lattentreffer hatte, vergaben hochkarätige Möglichkeiten. „Außerdem hätten wir zwei Elfmeter bekommen müssen“, beklagte sich Esser über die Leistung des Unparteiischen. Dieser hatte, nachdem Muhlack und Kochems im Nierfelder Strafraum in strittigen Szenen von den Beinen geholt wurden, zugunsten des SV Nierfeld und damit nicht auf Strafstoß entschieden.
Anders auf der Gegenseite, denn der SVN bekam gut zehn Minuten vor dem Ende einen Elfmeter zugesprochen, nachdem der Erftstädter Ben Herrmann den Nierfelder Michael Jansen gefoult hatte. Oliver Manteuffel ließ sich nicht zweimal bitten und hämmerte den Ball vom Punkt aus zum 1:0 sicher unter die Latte – sehr zur Freude des SVN-Coaches Achim Züll: „Die Leistung und unser Sieg zeigt, dass wir uns auch als designierter Absteiger nicht hängen lassen“ Aber Züll hatte aber auch Mitleid mit den Gästen: „Ein wenig tun mir die Erftstädter und mein Freund Paul Esser schon leid.“
SV Nierfeld: Fromm, Georgi, Weiler, Berzborn, Scheidtweiler, Winkler, Rawicki (85. Baum), Manteuffel, Jansen, Kerkau (90. Fischer), Önal (89. Jacoby).
SC Germania Erftstadt-Lechenich: Fieseler, Allinger 82. Joch), Herrmann, Preis, Neils (82. Kaumanns), Grunert, Kochems, Schmoll, Muhlack, Häger, da Silva (82. Schiffer).

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