NETTERSHEIM. Nettersheim bekommt den Kunstrasenplatz

Patenschaftsmodell zur Finanzierung entworfen / Alter Platz war kaum mehr bespielbar

Artikel aus dem Wochenspiegel Schleiden von Paul Düster

Nach langer Planung wird nun der ungeliebte Aschenplatz am Nettersheimer Höhenweg einem modernen Kunstrasenplatz weichen. Baubeginn wird April 2015 sein. Vertreter der Gemeinde Nettersheim und der SG Sportfreunde Marmagen-Nettersheim unterzeichneten die dazu nötigen Verträge. Dabei wurden auch der Umsetzungsplan, die Finanzierung und das Nutzungskonzept vorgestellt. Die SG 69 hat dazu ein »Kunstrasen-Patenschaftsmodell« ins Leben gerufen.

NETTERSHEIM (PD). Jahrelang verhandelten die Sportfreunde 69 Marmagen-Nettersheim mit den verantwortlichen der Gemeinde Nettersheim über die Renovierung oder Umgestaltung des 1976 gebauten Aschenplatzes am Höhenweg in Nettersheim. Die Planung war wie immer am Geld gescheitert. Doch nun ging alles sehr schnell. Nachdem der Schulstandort durch die Bildung der Gesamtschule Blankenheim-Nettersheim in Nettersheim gesichert wurde, konnte man ein neues Finanzkonzept vorlegen und sich darauf einigen im April 2015 den ungeliebten und in die Jahre gekommenen Aschenplatz in einen Kunstrasenplatz umzubauen.

Dazu unterzeichneten Manfred Poth, Vorsitzender der Sportgemeinschaft, und Bürgermeister Wilfried Pracht den Vertrag bei einem Außentermin auf dem Sportplatz am Höhenweg. Dass die Renovierung des Platz unumgänglich war, weil der Platz bei Regen kaum noch bespielbar war und bei langer Trockenheit so hart wie Beton wurde weiß auch Bürgermeister Wilfried Pracht: »Die oberste Schicht des Aschenplatzes wurde bei langen Regenfällen wie eine Lehmschicht.« Um die Finanzierung des rund 450000 Euro teuren Projektes zu realisieren, arbeiten Gemeinde und Sportverein zusammen.

Die Kommune stellt mit rund 100000 Euro den Betrag zur Verfügung, die auch eine Sanierung des alten Aschenplatzes gekostet hätte. Die SG Marmagen-Nettersheim schießt gleich zwei Mal 50000 Euro zu. Die ersten 50000 Euro aus Eigenmittel und weitere 50000 Euro als Arbeitsleistung. Dabei sollen der Bau der Zaunanlagen und Pflasterarbeiten rund um den neuen Kunstrasenplatz durchgeführt werden. Die Restbausumme wird durch Kredite abgedeckt.

Die Sportfreunde 69 haben die Aktion »Kunstrasen Patenschaft« ins Leben gerufen. Der neue rund 7000 Quadratmeter große Platz wird virtuell in einzelne Quadratmeter unterteilt und jeder kann für diese Parzelle für 20 Euro die Patenschaft übernehmen. Auch für Sonderflächen wie den Strafraum (1500 Euro), den Elfmeterpunkt (250 Euro) oder die Eckfahne (150 Euro) können Patenschaften übernommen werden.

Manfred Poth ging bei der Vertragsunterzeichnung mit gutem Beispiel voran und WEB 2904 Kunstrasenplatz Nettersheim PD 2sicherte sich für 250 Euro den Anstoßpunkt: »Um den Anstoß für diese Aktion zu geben«, meinte Poth lachend. Da wollte auch Bürgermeister Wilfried Pracht nicht hinten anstehen und sicherte dem Verein die Patenschaft über den Mittelkreis mit einer Summe von 2000 Euro zu.

Für Manfred Poth geht mit dem Bau des Kunstrasenplatzes ein Traum in Erfüllung: »Der Bau ist ein weiterer Meilenstein für den Sport in der Eifelgemeinde Nettersheim«, freut sich der Vereinsboss bereits über das künstliche Grün für seine 1100 Mitglieder und seine 14 aktiven Fußballmannschaften. »Das wird dem Verein, vor allem in der Jugendarbeit, auf die wir großen Wert legen, zukunftsfähig machen «, meinte Poth weiter und schaute dabei auch schon in die Zukunft: »Wir sind offen für neue Kooperationen mit anderen Vereinen.« Manfred Poth versicherte, dass auch die Anlage mit dem Rasenplatz in Marmagen weiter gefördert wird.

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