FUSSBALL. Bezirksliga. Missmut statt gute Laune

Der SV Stotzheim gewinnt mit 5:1 gegen Bachem, die Stimmung bleibt trotzdem im Keller

Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger von Thorsten Jordan

SV Stotzheim – VfR Bachem 5:1 (2:1). Auch der klare und verdiente 5:1-Sieg des SV Stotzheim gegen den abstiegsbedrohten VfR Bachem konnte die Stimmung von Zibi Zurek nicht wirklich aufhellen. Der Grund für die schlechte Laune des Stotzheimer Trainers ist nach wie vor der jüngste Rückzug des Ligarivalen SC Germania Geyen. Dieser hatte nämlich zur Folge, dass alle Partien mit Geyener Beteiligung aus der Wertung genommen wurden – und der leidtragende Verein war der SVS. Denn der Rückstand des Tabellendritten auf den Zweiten vergrößerte sich von zwei auf vier Punkte. „Was sich Geyen geleistet hat, ist ein Armutszeugnis“, machte Zurek seinem Unmut gehörig Luft. In Richtung des Fußball-Verbandes Mittelrhein wetterte er: „Fair wäre es gewesen, wenn alles so geblieben wäre und die noch ausstehenden Begegnungen für die jeweiligen Geyener Gegner mit drei Punkten und 3:0-Toren gewertet worden wären.“
Zurek erklärte zudem, dass er unter der Woche intensiv damit beschäftigt gewesen war, seine Spieler nach der Hiobsbotschaft wieder aufzurichten. Mit Erfolg, denn seine Schützlinge zeigten sich in der Begegnung gegen den Tabellen-13. aus Bachem nur am Anfang etwas verunsichert. Nach einem Handspiel von SVS-Spieler Sven Schindler nutzten die Gäste den fälligen Strafstoß bereits nach zehn Minuten zur Führung. Die Stotzheimer Antwort folgte jedoch nach einer halben Stunde: Christoph Ruland erzielte den Ausgleich und nur vier Minuten später traf Christian Körsgen zum 2:1 (34.).
Nach der Halbzeit waren die Stotzheimer die klar dominierende Mannschaft. Entsprechend fielen die weiteren Treffer zwangsläufig. Wiederum Körsgen (70., 86.) und Sinan Yerlikaya (90.) sorgten für den 5:1-Endstand.
SV Stotzheim: Dorn, de Fries, Plützer, Yerlikaya, Schnitzer, Schindler, Marek, Ruland Schwedaj, Kuzmanovic (75. Klein), Körsgen.

Kaller SC – GKSC Hürth 3:2 (1:1). Der fünftplatzierte Kaller SC hatte gegen den Achten aus Hürth das Geschehen von Beginn an im Griff, geriet aber dennoch früh in Rückstand (9.). Von diesem zeigte sich Kall unbeeindruckt und kam bereits zwei Minuten später durch Christopher Spieß zum 1:1. „Danach hätten wir eigentlich weitere Treffer erzielen müssen“, sagte KSC-Trainer Fabian Ewertz.
Nach der Pause blieben die Kaller zunächst am Drücker, doch nach gut einer Stunde wurden die Gäste zunehmend stärker. Dann bewies Ewertz ein glückliches Händchen und brachte Dominik Wergen ins Spiel (68.). Prompt gelang dem KSC-Angreifer das 2:1 (74.). Nachdem ein Gäste-Akteur nach 80 Minuten die Ampelkarte gesehen hatte, kam der KSC zu weiteren Möglichkeiten, die aber Sebastian Michels, Wergen, Spieß und Daniel Burkart nicht nutzen konnten. Schließlich war es wiederum Wergen, der kurz vor Schluss auf 3:1 erhöhte (89.). Anschließend konnten die Gäste zwar noch per Strafstoß verkürzen, der Kaller 3:2-Erfolg geriet aber nicht mehr in Gefahr.

Kaller SC: Dümmer, Braun (45. Lebert), Dederichs, Spilles, Michels, Bauer, Spasov, Spieß, Hintzen (45. Porschen), Burkart, Esser (68. Wergen).
SG GFC Düren – SSV Lommersum 6:2 (2:2). Beim abstiegsbedrohten SSV Lommersum gehen langsam die Lichter aus. Nach dem Rückzug von Geyen und der 2:6-Niederlage bei der SG GFC Düren beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer schon acht Punkte. „Wir werden nicht aufgeben. Vielleicht schaffen wir es ja, eine Serie zu starten“, sagt SSV-Coach Ralph Baum.
In Düren hatte seine Mannschaft einen katastrophalen Start hingelegt und lag nach einer Viertelstunde schon mit 0:2 zurück. Anschließend glichen Dominik Brausch (26.) und Michel Lambertz (44.) für den SSV aus. Nach der Pause kam dann der große Auftritt von Kevin Kruth: Der beste Torschütze der Liga erledigte Lommersum mit einem Hattrick (63., 64., 80.) praktisch im Alleingang. „Er ist mit Abstand der beste Spieler der Liga. Und gerade ihm haben wir immer fünf Meter Freiraum gelassen“, ärgerte sich Baum, der noch den sechsten Gegentreffer (88.) ansehen musste.
SSV Lommersum: Schöpfer, Demo, Toledo (70. Engel), Muto, Witali Rempel, Lambertz, Kückelhaus, Karstatt, Gross, Brausch, Neugebauer (75. Henn).

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