HANDBALL. Landesliga. Kein Sieg wie jeder andere

Euenheim bezwingt den möglichen Fusionspartner TV Kuchenheim

Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger von Thorsten Jordan

TV Euenheim – TV Kuchenheim 30:29 (15:17). Ganze 17 Sekunden waren im Derby der Handball-Landesliga zwischen dem TV Euenheim und dem TV Kuchenheim noch zu spielen. Euenheim führte mit 30:29, da entschied der Schiedsrichter noch einmal auf Siebenmeter für Kuchenheim. Die große Chance zum Ausgleich war gekommen. Doch dem Kuchenheimer Schützen Michael Howitz versagten die Nerven. Er warf den Ball neben das Tor. Aus dem Unentschieden in diesem möglicherweise historischen Spiel – beide Klubs werden wohl fusionieren und dann nicht mehr gegeneinander antreten – wurde nichts.

„Dieses Spiel hätten wir niemals verlieren dürfen. Wir haben immer geführt. Euenheim dagegen nur einmal – mit 30:29“, sagte Michael Kurth. Der KTV-Coach kritisierte vor allem die schlechte Chancenverwertung seiner Schützlinge. In der Tat hatte sein Team nach dem Wechsel alleine vier Siebenmeter vergeben. „So kann man einfach nicht gewinnen. Wir haben nämlich schlichtweg vergessen, den Sack zuzumachen“, erklärte Kurth.

Grenzenloser Jubel herrschte hingegen bei den Hausherren, die ersatzgeschwächt angetreten waren, sich aber zu keiner Phase der Partie abschütteln ließen. „Wir haben Moral bewiesen“, freute sich Euenheims Spielertrainer Peter Trimborn. „Allerdings war das kein Spiel auf hohem Niveau. Beide Teams haben sich viele unnötige Fehler erlaubt.“ Durch den Sieg konnte seine Mannschaft in der Tabelle an Kuchenheim vorbeiziehen und belegt nun mit einem Punkt Vorsprung Platz sieben.

TV Euenheim: Meyer, Milka, Becker (8/6), Bünder, Korn (1), Behrenbeck, Schmitz (5), Trimborn (2), Schwarzbach, Breuer (3), Palmen (2), Engel (7), Merten (2), Zeyen.

TV Kuchenheim: Linnenkohl, Jonas, Hackhausen (3), Howitz (5), Vogt (2), Müller (4/1), Henzel (9/2), Lingscheidt (6), Odenkirchen, T. Schmitz, Trimborn.

HSG Merkstein – TVE Bad Münstereifel 35:29 (19:13). Die Erfolgsserie des TVE Bad Münstereifel ist gerissen. Nach sieben Siegen erwischte es den TVE in der Begegnung beim Tabellenzweiten HSG Merkstein. Ausschlaggebend für die Niederlage war laut TVE-Coach Jürgen Schmitz aber auch die schlechte Schiedsrichterleistung: „Das Gespann hat gegen uns unverhältnismäßig viele Zeitstrafen verhängt und dafür gesorgt, dass das Spiel bereits zur Pause verloren war.“ Insbesondere die Geschehnisse in der Phase nach der 20. Minute hatten ihn erbost. Zunächst stand es noch 11:11. Doch dann kassierten die Gäste bis zum Halbzeitpfiff sechs Zeitstrafen und lagen plötzlich mit 13:19 hinten.

Nach dem Wechsel bäumte sich der TVE zwar noch einmal auf, entscheidend verkürzen konnte das Team den Rückstand aber nicht mehr. „Wir haben einfach über die gesamte Spielzeit zu viele Chancen vergeben“, kritisierte Schmitz auch die eigenen Spieler.

TVE Bad Münstereifel: Wiemken, Schwalb, Fiedler (2), Holtmeier (2), Kolvenbach (4), Wilms (9/4), Cattelaens (3), Theissen, Kruse (3), Smakolli (2), Reyer (4), Kockerols, Naguschewski.

TV Palmersheim – VfL Bardenberg 35:28 (20:17). Der Spitzenreiter TV Palmersheim hatte mit den abstiegsbedrohten aber hoch motivierten Gästen aus Bardenberg mehr Mühe als erwartet. „Bei uns hat die Einstellung gar nicht gestimmt. Wir haben zeitweise äußerst lustlos agiert“, ärgerte sich TVP-Trainer Albert Peters. Zwar lag seine Equipe ständig in Führung, entscheidend davonziehen konnten sie aber nicht. Nach dem Wechsel glich der VfL sogar zwischenzeitlich zum 23:23 aus. Erst nach rund 50 Minuten konnte Palmersheim allmählich für klare Verhältnisse sorgen. So stand letztlich doch ein deutlicher Erfolg zu Buche. Peters lobte nach der Partie vor allem Torhüter Torsten Wershoven, den er nach der Pause für Niklas Esser eingewechselt hatte: „Torsten hat das Team mit seinen Paraden und seiner Körpersprache in der entscheidenden Phase noch einmal wachgerüttelt.“

Da die Schützenhilfe des TVE Bad Münstereifel ausblieb, beträgt der Vorsprung des TVP auf den Verfolger HSG Merkstein nach wie vor nur drei Punkte.

TV Palmersheim: Wershoven, Esser, Loben (12/4), Jankowski (8), F. Müller (2), Bernads (3), C. Müller, Michael Kloß (5), Matthias Kloß (4), Grömping (1), Köster-Schmücker.

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