HANDBALL. Landesliga. Einseitige Angelegenheit

Bad Münstereifel weist Euenheim mit 34:22 in die Schranken

Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger von Marc Bädorf

TVE Bad Münstereifel – TV Euenheim 34:22 (12:7). Dieses Derby in der Handball-Landesliga hielt nicht das, was es versprochen hatte. Zu deutlich war die Überlegenheit des Tabellenvierten TVE Bad Münstereifel im Spiel gegen den TV Euenheim. Die Gastgeber fertigten den Rivalen aus Euenheim mit 34:22 ab. „Wir haben den Gegner über weite Strecken der Partie im Griff gehabt“, zog TVE-Coach Jürgen Schmitz ein wenig überraschendes Fazit.

Lediglich in den ersten Minuten hatten die Euenheimer dem Gegner Paroli bieten können. Nach acht Minuten führte der Underdog sogar mit 3:2. Dann wurde das Schmitz-Team jedoch zunehmend dominanter – die starke Bad Münstereifeler Abwehr und ein gut aufgelegter Keeper Leif Weber entpuppten sich als schier unüberwindbares Bollwerk für Euenheim. Da die TVE-Akteure im Angriff jedoch Nerven zeigten, blieb das Spiel lange Zeit offen. Erst wenige Minuten vor dem Wechsel konnte sich der Favorit erstmals deutlicher absetzen und erspielte sich eine 12:7-Halbzeitführung.

Nach dem Wiederanpfiff sahen die Zuschauer dann ein komplett anderes Spiel: Hatten vorher noch die Abwehrreihen dominiert, rückten nun die Angriffsaktionen in den Fokus. „Wir haben die Freiräume besser genutzt, Euenheim gleichzeitig aber auch mehr Chancen gestattet“, sagte Schmitz. So entwickelte sich ein munteres Auf und Ab, bei dem sich die Gastgeber um den bärenstarken Torben Reyer (neun Treffer) peu à peu absetzen konnten. „Wir haben nur zehn Minuten mit Leidenschaft gespielt. Danach war unsere Einstellung einfach enttäuschend“, fand der Euenheimer Spielertrainer Peter Trimborn nach der Derby-Niederlage deutliche Worte.

TVE Bad Münstereifel: Weber, Schwalb, Fiedler (1), Kuel (2), Holtmeier (7/2), Kolvenbach, Wilms (6), Cattelaens (2), Theissen, Kruse (1), Smakolli (5), Reyer (9/1), Kockerols.

TV Euenheim: Witte, Milka, Merten, Bünder, Korn, Schmitz, Trimborn, Schwarzbach, Breuer, Palmen, Engel.

TV Kuchenheim – TSV Bonn rrh. II 20:17 (11:14). Nach der knappen Pokalniederlage gegen den Verbandsligisten HSG Geislar-Oberkassel hat sich der TV Kuchenheim in der Landesliga eindrucksvoll zurückgemeldet. Das Team von KTV-Coach Michael Kurth setzte sich gegen den Elften Bonn rrh. II souverän durch. „Die Leistung war absolut in Ordnung“, sagte Kurth hinterher.

Dabei war seine Equipe katastrophal in die Begegnung gestartet. Nach einer Viertelstunde lagen die Kuchenheimer mit 3:8 im Hintertreffen. „Wir waren schlichtweg überheblich“, sagte Kurth. Danach riss sich seine Mannschaft jedoch zusammen, sodass der KTV bis zur Pause immerhin auf 11:14 verkürzen konnte. Nach dem Seitenwechsel schlug dann die Stunde der Kuchenheimer Abwehrspieler: 18 Minuten dauerte es, bis die Bonner ihren ersten Treffer im zweiten Spielabschnitt erzielen konnten. Insgesamt kassierten die Gastgeber ganze drei Gegentore in den zweiten 30 Minuten. Deshalb reichte auch eine durchschnittliche Angriffsleistung der Kuchenheimer letztendlich zum verdienten Sieg.

TV Kuchenheim: Linnenkohl, Jonas, Hackhausen (1), Kröger, Schnitzler (3), Howitz (4), Vogt, Müller (5), Henzel (4/2), Odenkirchen (1), Rabhioui (2), Schmitz, Trimborn.

HSG Siebengebirge-Thomasberg III – TV Palmersheim 30:33 (16:17). Der TV Palmersheim setzte sich verdient gegen die HSG Siebengebirge-Thomasberg III durch – und dies, obwohl sich der Rivale aus Oberpleis mit Spielern aus der Verbandsliga-Mannschaft verstärkt hatte. „Die HSG war stark besetzt. Aber wir haben eine gute Leistung gezeigt“, sagte TVP-Coach Albert Peters. Von Beginn an hatte sich eine intensive Begegnung entwickelt, in der die Palmersheimer lange Zeit die Nase vorne hatten. Erst kurz vor der Pause drehten die Gastgeber mit drei erfolgreichen Tempogegenstößen die Partie.

Nach dem Seitenwechsel zog die HSG zwischenzeitlich davon, ehe Peters eine taktische Umstellung vornahm: Yannic Grömping rückte auf die Position im rechten Rückraum. Diese Maßnahme sollte fruchten, denn von nun an lief es wesentlich besser für den TVP. Angeführt vom starken Matthias Kloß (zehn Treffer) wendeten die Palmersheimer das Blatt und brachten den Vorsprung am Ende souverän über die Zeit.

TV Palmersheim: Wershoven, Esser, Loben (5/2), Florian Müller (3), Bernads (3), Christian Müller (6), Wiese (2), Michael Kloß, Matthias Kloß (10), Grömping (4).

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