HANDBALL. Dom-Escher Handballer auf dem Weg ins Nationalteam

Andreas Wolff von Coach Martin Heuberger in den Kader berufen / Am Wochenende 100. Bundesligaspiel

Artikel aus dem Euskirchener Wochenspiegel von Paul Düster

Mit fünf Jahren begann Andreas Wolff aus Dom-Esch mit dem Handballsport bei der SG Ollheim/Straßfeld. Heute steht er für die HSG Wetzlar in der 1. Handball-Bundesliga im Tor. Auch Handball-Bundestrainer Martin Heuberger hat ihn bereits auf der Liste. Seit Anfang des Jahres gehört das 1,98 Meter große Kraftpaket aus Dom-Esch zum erweiterten Kader der Nationalmannschaft.

WETZLAR/DOM ESCH (PD). Schon mit fünf Jahren begann Andreas Wolff mit dem Handballsport. Von seinem Heimatort Dom-Esch war es nicht weit zu seinem ersten Verein, der SG Ollheim/Straßfeld, der er bis zur C-Jugend treu blieb. Dann wechselte er zur HSG Rheinbach/Wormersdorf, mit der er 2006 mit der Mittelrhein-Meisterschaft in der C-Jugend seine ersten großen Titel feierte. Mit 18 Jahren ging es zum TV Kirchzell in die A-Jugend und mit Doppelspielberechtigung in den Kader des Bundesligisten TV Großwallstadt, mit dem er 2011 Zweiter im EHF Pokal  (Europa-Pokal) wurde.

Seit Beginn der neuen Saison steht Andreas Wolff nun im Kasten des Bundesligisten HSG Wetzlar, und das wird auch in der kommenden Saison so bleiben: »Mein Vertrag bei der HSG Wetzlar läuft zunächst über zwei Jahre«, erklärt Wolff seine weitere sportliche Zukunft. Neben dem Handball bleibt dem Ausnahmeathleten wenig Zeit für anderes. »Früher habe ich noch Fußball und Tischtennis gespielt, aber als Profi bleibt dafür keine Zeit. Die Zeit ohne Training braucht man dann auch zur mentalen und physischen Erholung«, so Wolff, der sich ganz dem Handballsport verschreiben hat: »Ich bin Vollprofi, aber für die Zeit nach dem Sport plane ich ein Studium oder eine Ausbildung.«

Trotz des Leistungsdrucks in der Bundesliga verfolgt der Torhüter aber immer noch die Handballszene seiner alten Heimat: »Mein Bruder Tobias und einer meiner besten Freunde sind bei der HSG Rheinbach/Wormersdorf aktiv und  daher bekomme ich natürlich immer die neuesten Infos aus der Heimat.«

Mit im Kader der HSG Wetzlar steht auch der kroatische Weltklassespieler Ivano Balic, von dem Andreas Wolff vieles lernt: »Ivano ist nicht nur von seiner Leistung her ein Weltklasse-und Vorzeigespieler. Er ist ein sehr lockerer, doch zielstrebiger Typ, der jedem helfen möchte und sich trotz seiner Erfolge und   einem Ausnahmestatus über niemanden stellt. Mein Verhältnis zu ihm ist gut, er gibt mir Tipps und hat mir gesagt, dass er in mir großes Potenzial sieht«, freut sich Andreas Wolff über die lobenden Worte des Welthandballers von 2003 und 2006.

Zu Beginn diese Jahres kam dann auch der erste Anruf von Handball-Bundestrainer Martin Heuberger: »Im Januar bekam ich die erste Einladung zum Lehrgang der A-Nationalmannschaft. Nun ist mein Ziel, meine Leistung konstant abzurufen und mich damit öfter für die Lehrgänge des Nationalteams zu empfehlen.« Ein Vorbild braucht Andreas Wolff dafür nicht: »Ich habe kein direktes Idol. Generell versuche ich, meinen eigenen Weg zu finden und durchzuziehen.«

Dass es für ihn ein harter Weg wird, sich in der Nationalmannschaft zu behaupten, ist ihm klar: »Neben Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), der für mich die Nummer eins im deutschen Tor ist, gibt es natürlich auch noch Johannes Bitter vom HSV. Er ist unglaublich konstant und zeigt überragende Leistungen in annähernd jedem Spiel.«

Ein kleines Jubiläum steht am 8. Februar für Andreas Wolff auf dem Programm: »Wenn ich in der Partie der HSG Wetzlar gegen den HSV Handball zum Einsatz komme, ist das mein 100. Bundesligaspiel.« Die HSG Wetzlar rangiert im Augenblick auf dem 13. Platz in der Handball-Bundesliga und da will er mit seinen Mannschaftskameraden unbedingt wegkommen: »Es wäre eine schöne Sache, wenn wir uns am Ende vielleicht auf einem einstelligen Tabellenplatz, sprich Neunter, wiederfänden. Primär ist aber natürlich der noch nicht  gesicherte Klassenerhalt das Ziel.« Dafür werden er und sein Mitstreiter im Kasten der HSG Wetzlar, Magnus Dahl, hart arbeiten. »Insgesamt müssen wir uns gegenseitig unterstützen und brauchen dafür natürlich eine gute Abwehr. Aber ohne gute Torhüter ist auch die beste Abwehr machtlos.«

Alle Fotos wurden mir von meinem Kollegen Günter Ohlig zur Verfügung gestellt und sind aus der Zeit beim TV Großwallstadt. Vielen Dank dafür!!!

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