LEICHTATLETIK. Wenn Mutter und Tochter gemeinsam auf die Strecke gehen

Eine bemerkenswerte Bilanz legte die Hellenthaler Ausdauerathletin Nora Schmitz in dieser Saison bei der VR-Bank-Nordeifel-Cup Laufserie hin. Bei neun Rennen ging sie an den Start und neun Mal sah sie als Siegerin die Ziellinie. Damit gewann sie zum zweiten Mal in Folge souverän die Damen-Gesamtwertung. Auch im kommenden Jahr will die Studentin, die für den PST Trier an den Start geht, ihren Titel verteidigen.

Artikel aus dem Sonderbeilage 45 Jahre Wochenspiegel Schleiden von Paul Düster

Es war schon eine Demonstration der Stärke, welche die 21 Jahre alte Ausdauerathletin Nora Schmitz aus Hellenthal in dieser Saison in der Eifelcup-Laufserie an den Tag legte. Bei neun der zwölf Läufe, die zur Eifelcup-Wertung zählten, ging die Studentin an den Start und holte sich neun Mal mit großem Abstand den Sieg in der Damenwertung.

Neben ihren Auftritten im Eifelcup zeigte sie aber auch auf anderen Strecken bemerkenswerteEifelcup Gesamtsiegerin 2013 Nora Schmitz (PST Trier). Leistungen und verbesserte auf mehreren Distanzen ihre persönliche Bestzeit. Bei den Deutschen U23-Meisterschaften über 5000 Meter verbesserte sie ihre Zeit auf 17:55 Minuten und bleibt damit erstmals in ihrer Karriere unter der Schallmauer von 18 Minuten.

In ihrer Wahlheimat Trier, in der sie im fünften Semester Deutsch und Erdkunde auf Lehramt  studiert, ging sie beim Stadtlauf an den Start und schaffte die klassischen 10 Kilometer auf der Straße in der Zeit von 37:49 Minuten. Aber auch vor längeren Strecken macht sich Nora Schmitz keinen Halt und startet in Refrath bei den Deutschen Meisterschaften erstmals im Halbmarathon. Für die 21,1 Kilometer benötigte sie 1:26 Stunden.

Zum Laufsport kam Nora Schmitz durch ihre Mutter Astrid, die lange erfolgreich im Eifelcup an den Start geht und einige Jahre lang mit Tanja Pesch (TuS Kreuzweingarten-Rheder) um die  Spitzenposition in der Damenwertung kämpfte.

»Ich bin 2010 erstmals mit meiner Mutter zu den Eifelcupläufen gegangen und hatte damals noch als weibliche Jugend-A-Läuferin viel Spaß, so bin ich dabei geblieben«, lächelt die sympathische junge Sportlerin, die trotz aller Erfolge auf dem Boden geblieben ist. Zwischenzeitlich tritt Mutter Astrid Schmitz etwas kürzer und ging in dieser Saison nur noch bei sechs Rennen an den Start, dafür aber ausgesprochen erfolgreich. Denn bei allen sechs Läufen holte sich Astrid Schmitz den Sieg in der Altersklasse W50.

Bei Tochter Nora ging es steil bergauf. Nach dem Schnupperjahr 2010 holte sie sich ein Jahr später beim Chlodwiglauf in Zülpich den ersten Gesamtsieg bei den Damen und beendete die Eifelcupsaison in der Gesamtwertung hinter Tanja Pesch und vor Mutter Astrid auf dem zweiten Platz. Damals lief Nora Schmitz noch von den TuS Schleiden und wechselte erst in der kommenden Saison studienbedingt zum PST Trier.

Den ersten Gesamtsieg im Eifelcup machte sie dann 2012 perfekt und wiederholte diesen Triumph bekanntlich auch in diesem Jahr. Der Hauptgrund der positiven Entwicklung sind die Trainingsmethoden beim PST Trier. Neben zwei Mal wöchentlichen Bahntraining gibt es noch zwei  Trainingstage mit normalen Dauerläufen. An den Wochenenden werden dann Tempodauerläufe oder längere Ausdauerläufe eingestreut. Da bleibt neben dem Studium nicht mehr viel Zeit für Hobbys.

»Laufen ist mein Hobby und dann habe ich ja auch noch meinen Freund Andreas, mit dem ich einige Zeit verbringen möchte«, lacht Nora Schmitz, die neben ihrem Studium und ihrem Sport auch noch jobbt. »Wenn ich von der Uni frei habe und nach Hause fahre, helfe ich meinem Vater im Malerbetrieb in Hellenthal. « Und das nicht, wie man meinen könnte, bei Büroarbeiten, sondern zünftig mit Pinsel und Rolle.

Sportlich hat sich Nora Schmitz für die kommende Saison so einiges vorgenommen. Neben der Titelverteidigung im Eifelcup möchte sie ihre Bestzeiten über 10000 Meter Bahn und im Halbmarathon verbessern. Außerdem will sie die Qualifikation für die Deutschen U23 in Wesel knacken. Und ganz nebenbei will die Ausnahmeathletin aus Hellenthal natürlich im Sommer 2014 die Bachelorarbeit in ihrem Studium schreiben. »Wenn ich verletzungsfrei bleibe, will ich den Eifelcup natürlich wieder holen.« Dazu kann man Nora Schmitz nur viel Glück wünschen.

Zur Person

  • 21 Jahre
  • in einer Beziehung mit Andreas Winkler
  • Abitur Städtisches Gymnasium Schleiden
  • Studentin an der Universität in Trier, Lehramt Deutsch und Erdkunde
  • zweifache Damen-Gesamtsiegerin der Eifelcup-Laufserie
  • Bestzeiten: 5000 Meter: 17:55 Minuten, 10000 Meter 37:49 Minuten, Halbmarathon 1:26 Stunde
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