FUSSBALL. Seit 13 Jahren steht »Zülli« als Trainer an der Seitenlinie

In Fußballkreisen nennt man ihn nur Mr. Nierfeld. Die Rede ist vom Trainer des Mittelrheinligisten SV Nierfeld, Achim Züll. Seit nunmehr 13 Jahren steht der Berufssoldat an der Seitenlinie der 1. Herrenmannschaft des SV Schwarz-Weiß Nierfeld. In dieser Saison tritt sein Team in der Mittelrheinliga um Punkte und Tore an.

Artikel aus der Sonderbeilage 45 Jahre Wochenspiegel Schleiden von Paul Düster

Man kann sich den SV Nierfeld ohne Cheftrainer Achim Züll an der Seitenlinie nicht mehr vorstellen. Vor 13 Jahren übernahm der Oberstabsfeldwebel der Luftwaffe in Mechernich die Mannschaft des SV Nierfeld in der Kreisliga A. »Das Team stand damals auf dem 14. Platz in der Kreisliga A und im Umfeld gab es auch nicht viel. Weder ein Clubhaus, noch sonst irgendetwas wurde durch den Verein angeboten «, erinnert sich der heute 47 Jahre alte Coach.

Doch mit der Zeit wuchs beim SV Nierfeld etwas heran unter der Leitung von »Zülli« wie ihn seine Spieler nennen. Heute treten die Nierfelder in der Mittelrheinliga an und sind unter Achim Züll immerhin sechsfacher Kreispokalsieger geworden. Das Umfeld ist stetig gewachsen und mit dem Kunstrasenplatz in der »Kloska Arena« und dem angrenzendem Clubhaus kann man sich heute sehen lassen, auch wenn der Sportplatz mit den Mindestmaßen des DFB nicht jedermanns Sache ist. Er ist wirklich sehr klein. Aber darauf hat sich das Team von Trainer Achim Züll bestens eingestellt und führt so manchen Gegner auf dem kleinen Viereck vor.

Als Fußballer selber war Achim Züll immer seinem Heimatverein, dem SV Sötenich treu und Trainer Achim Züll applautierte seiner Mannschaft zum 4:2-Sieg.agierte dort bis zur Landesliga. »Für mich gab es kein Wechseln wie die Spieler das heute machen. Heute  hier, morgen da, das war nie mein Ding«, meint der smarte Übungsleiter. Das sieht man auch an seinem langen Engagement beim SV Nierfeld. Selber hält sich Achim Züll durch tägliche Dauerläufe fit. Durch die augenblicklich lange Verletztenliste seiner Mannschaft denkt der Trainer ernsthaft darüber nach, sich bei den nächsten Spielen seiner Mannschaft sogar im Spielbericht als Spieler einzutragen und sich gegebenfalls selber in die Partie einzuwechseln.

Neben seiner Tätigkeit als Cheftrainer des SV Nierfeld  war der Oberstabsfeldwebel der Luftwaffe in Mechernich lange Jahre Trainer der Fußball-Bundeswehr-Auswahl. »Als ich vor vier Jahren von Köln-Wahn zurück in die Eifel nach Mechernich gekommen bin, habe ich diesen Job abgegeben. Die Heimatnähe war mir wichtiger. Von Mechernich ist man deutlich schneller in Hellenthal als aus Köln-Wahn«, meint Achim Züll, der trotzdem nicht über Arbeitslosigkeit klagen kann.

Neben seinem Job bei der Luftwaffe in Mechernich ist der eingeschworene Schalke-Fan natürlich Trainer des SV Nierfeld und wenn es abends nach Hause geht, warten dort seine Ehefrau Nicole sowie die Kinder Jaqueline und Marc. »Das alles unter einen Hut zu bekommen ist nicht immer ganz einfach, aber ich bin stolz drauf, dass meine Familie und ich das immer alles schaffen«, erklärt Achim Züll. Denn wenn er abends nach Hause kommt, stehen auch noch diverse kleinere Reparatur und Verschönerungsarbeiten an dem von Ehefrau Nicole geführten Hotel Berghof in Hellenthal an.

»Das ist zeitlich nicht immer ganz einfach, aber wir haben das bis jetzt sehr gut hin bekommen «, so der Nierfelder Coach. Zwei große Coups landet der SV Nierfeld im Jahr 2013 unter der Leitung von Trainer Achim Züll. Das Team schaffte mit einer blitzsauberen Bilanz von 21 Siegen, sechs Unentschieden und drei Niederlage mit 86 geschossenen Toren den Aufstieg in die Mittelrheinliga.

Beim Bitburger-Kreispokalfinale in Vernich zeigte sich die Mannschaft ebenfalls von ihrer besten Seite und besiegte in einer spannenden Partie das Überraschungsteam des Kreispokal-Wettbewerbes, den Kaller SC, mit 3:1.

In der laufenden Spielzeit hofft SVN-Coach Achim Züll auf eine schnelle Genesung der verletzten Spieler und dann natürlich auf den Klassenerhalt in der Mittelrheinliga: »Wir müssen jetzt von Woche zu Woche schauen und wenn unsere Verletztenliste einmal etwas kleiner wird bin ich guter Dinge den Klassenerhalt in der Mittelrheinliga zu schaffen.«

Zur Person

  • 47 Jahre
  • verheiratet mit Nicole Berghoff-Züll
  • zwei Kinder: Jaqueline und Marc
  • Berufssoldat bei der Luftwaffe in Mechernich (Oberstabsfeldwebel)
  • Seit 13 Jahren Cheftrainer des SV SW Nierfeld
  • Größte sportliche Erfolge mit dem SV SW Nierfeld: Aufstieg in die Mittelrheinliga und sechsfacher Kreispokalsieger
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