FUSSBALL. Mittelrheinliga. Drei Punkte und ein Rätsel

Der Euskirchener TSC gewinnt mit 2:0 – Der Schütze des Führungstreffers bleibt aber unklar

Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger von Marc Grospitz

Euskirchener TSC – SSV Merten 2:0 (0:0). Dieses Spiel dürfte intern noch für Gesprächsstoff sorgen. Denn nach dem Abpfiff wusste nicht einmal Kurt Maus, der Trainer des Fußball-Mittelrheinligisten Euskirchener TSC, welcher seiner Spieler zum 1:0 getroffen hatte.

Der Schiedsrichter trug Sebastian Kaiser als Torschützen ein. Doch Ioannis Foukis hatte zumindest gewaltigen Anteil an dem Führungstreffer gegen den Aufsteiger aus Merten: Er hatte einen Freistoß in Richtung des gegnerischen Tores geschossen. Kaiser war zum Kopfball hochgestiegen und der Ball mit unveränderter Richtung ins Netz geflogen (72.). „Ich weiß nicht, ob er wirklich noch mit den Haarspitzen dran war“, sagte Maus. Letztlich war es dem Coach aber auch egal. Einzig wichtig war ihm, dass dieser Treffer überhaupt gefallen war. Denn die Führung war zu diesem Zeitpunkt längst überfällig.

Keine zehn Minuten später ließ das Gespann Foukis/Kaiser keinen Zweifel am Torschützen aufkommen: Einen Eckball von Foukis wuchtete Kaiser für jeden sichtbar mit dem Kopf erneut ins gegnerische Tor. Es stand 2:0 und damit war die Partie zu Gunsten der Gastgeber entschieden. Und das war verdient, denn die Euskirchener hatten schon in den ersten rund 70 Minuten sehr viel investiert. Nur ein Treffer war ihnen verwehrt geblieben. „Wir haben vor dem Mertener Tor einfach viel zu umständlich gespielt“, meinte Maus. So war es schließlich besagte Standardsituation, die den Sieg einleitete.

Nach zuletzt drei sieglosen Spielen hatte Euskirchen also nach der Partie gegen Merten endlich wieder Grund zum Jubeln. Man hatte drei wertvolle Punkte geholt und zudem einen direkten Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt weiter distanziert. „Dieser Sieg war enorm wichtig“, war Maus nach dem Spiel erleichtert.

Euskirchener TSC: Griesehop, Saar, Schroden, Golz, Radschuweit, Foukis, Leßenich, Barth (57. Marcel Kaiser), Drosdziok (76. Winkler), Sebastian Kaiser (85. Esch).

SC Germania Erftstadt-Lechenich – SV Nierfeld 4:1 (2:1). Mit aufgeblasenen Backen schritt Paul Esser nach dem Abpfiff über den Lechenicher Kunstrasen. Dann pustete er durch. Die Erleichterung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder, hatte sein Team, der Fußball-Mittelrheinligist Germania Erftstadt-Lechenich, nach der 0:4-Pleite in der Vorwoche in Brühl nun einen klaren Erfolg gegen Nierfeld eingefahren. „In Brühl haben wir das bessere Spiel abgeliefert“, sagte der SC-Trainer, „doch auch heute waren wir die bestimmende Mannschaft. Der Sieg ist nur einen Tick zu hoch ausgefallen.“ Dabei hatten die Erftstädter schon früh mit dem Toreschießen angefangen. Nach gerade einmal fünf Minuten traf Matthias Grunert per Kopf zur Führung, wenig später erzielte Nierfelds Tatsuhito Shirai nach einem Pass von Michael Jansen aber schon das 1:1 (11.). Ein furioser Auftakt in die Begegnung, und es ging munter weiter. Daniel da Silva brachte die Hausherren in der 17. Minute wieder in Front und auch danach ging es rauf und runter.

Bis zur zweiten Halbzeit. Denn nun attackierten die Lechenicher den Gegner schon im Aufbau und ließen so keine Torchance mehr zu. Und vorne krönte da Silva seine starke Leistung mit dem 3:1 (75.). Für klare Verhältnisse sorgte Fabian Häger in der Schlussminute. Er traf zum 4:1-Endstand. „Wir waren 60 Minuten auf Augenhöhe, haben nur unsere Chancen nicht genutzt“, sagte indes der Nierfelder Trainer Achim Züll.

Erftstadt-Lechenich: Fieseler, Allinger, Joch (46. Neils), Preis, Klausmeyer (65. Bucher), Grunert, Schmoll, Kaumanns (80. Recke), Häger, da Silva, Schiffer.

SV Nierfeld: Fromm, Peiffer, Jacoby, Weiler (60. Önal), Shirai, B. Jansen, Manteuffel, Winkler, Rawicki (80. Baum), M. Jansen, Kerkau.

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