FUSSBALL. Mittelrheinliga. Kollektiver Frust in Nierfeld

Der SVN unterliegt Merten mit 2:3 und verliert im Abstiegskampf an Boden

Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger von Thorsten Jordan

Euskirchener TSC – FC Hennef 05 0:2 (0:1). Dem Aufstiegsanwärter FC Hennef 05 reichte am Ende in der Fußball-Mittelrheinliga eine mäßige Vorstellung, um den Euskirchener TSC in die Knie zu zwingen. „Hennef war sicherlich nicht überragend, aber eben sehr effektiv. Unsere individuellen Fehler wurden sofort bestraft. Und in der Offensive waren wir einfach zu harmlos“, war der Euskirchener Coach Kurt Maus entsprechend unzufrieden.

Die Gäste aus Hennef gingen durch einen Strafstoß von Sebastian Hecht in Führung (18.). Zuvor hatte ETSC-Innenverteidiger Norman Saar den Hennefer Kapitän Kamil Niewiadomski im Strafraum zu Fall gebracht. Danach beschränkten sich die 05er vorerst darauf, das Ergebnis zu verwalten und kamen vor der Pause nur noch durch Dennis Eck zu Chancen (33., 37.).

Der ETSC, der bis dahin durch einen abgefälschten Schuss von Peter Drosdziok (25.) und Frank Schroden (35.) nur im Ansatz Torgefahr hatte ausstrahlen könnte, kam erst zum Ende der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Drosdziok: Nach einem Distanzschuss von Benny Wiedenau, den FCH-Keeper Alexander Heil nur nach vorne abklatschen konnte, verzog der ETSC-Angreifer allerdings völlig freistehend aus kurzer Distanz (38.). Danach war es der eingewechselte Marcel Radschuweit (41.), der sich schön durchsetzen konnte, aber dann über das Hennefer Tor zielte.

Die ersten Szenen nach der Pause gehörten dann aber wieder dem FCH. Doch erneut Eck (47.) und David Podlas (58.) vergaben ihre Möglichkeiten. Besser machte es schließlich Hecht, der nach einem Konter ohne Mühe mit seinem zweiten Treffer auf 2:0 erhöhte (64.). Die Vorentscheidung war gefallen. Bei den Euskirchenern lief fortan nicht mehr viel zusammen. Zwingende Torchancen gab es für den ETSC nur noch in den Schlussminuten. Doch Sebastian Kaiser köpfte dem Hennefer Keeper genau in die Arme (83.), ehe er kurz darauf nur knapp an einer Flanke vorbei rutschte (85.). So blieb es letztlich beim 0:2.

Euskirchener TSC: Griesehop, Saar, Kunst (73. M. Kaiser), Foukis (33. Radschuweit), Schroden, Wiedenau, Zimnol, Leßenich, Barth (67. Winkler), Drosdziok, S. Kaiser.

SV Nierfeld – SSV Merten 2:3 (1:0). Auch gegen einen vermeintlich leichten Gegner, den Mitaufsteiger und Tabellendreizehnten SSV Merten, gab es für den SV Nierfeld nichts zu holen. Die Hausherren unterlagen mit 2:3 kassierten damit bereits die achte Niederlage im elften Spiel. Zugleich vergab der Ligavorletzte die große Chance, gegen einen Mitkonkurrenten im Tabellenkeller Boden gutzumachen – sechs Punkte trennen den SVN nun von den Nicht-Abstiegsplätzen.

Aufseiten der Gastgeber herschte nach dem Schlusspfiff verständlicherweise kollektiver Frust. „Wir haben jetzt viermal in Folge verloren, weil wir immer nach einer guten Stunde merklich abgebaut haben. Im Moment muss man festhalten, dass es scheinbar für uns in der Liga nicht reicht. Und das in allen Bereichen“, fand der Nierfelder Coach Achim Züll deutlich Worte.

Dabei hatte seine Elf einen Auftakt nach Maß erwischt und war durch Martin Kerkau bereits in der ersten Minute in Führung gegangen. „Wir hatten danach gleich mehrfach die Chance auf 2:0 zu erhöhen. Aber wir haben unsere Möglichkeiten nicht genutzt“, schimpfte Züll. Die Quittung folgte dann nach der Pause. Die Gäste konnten das Blatt mit zwei Treffern wenden (58., 73.). Zwar gelang dem Nierfelder Marcus Georgi noch einmal das 2:2 (78.), aber bereits kurz darauf erzielte Merten den Siegtreffer (81.).

SV Nierfeld: Scheer, Peiffer, Georgi (90. Jacoby), Berzborn (87. Baum), B. Jansen, Manteuffel, Winkler, Rawicki, M. Jansen, Kerkau, Önal (85. Shirai).

SC Germania Erftstadt-Lechenich – Alemannia Aachen 2:1 (1:1) In Erftstadt herrschte nach dem Abpfiff indes kollektiver Jubel bei den Gastgebern. In der letzten Sekunde des Spiels hatte Matthias Grunert nach einem Freistoß von Oliver Recke zum 2:1-Siegtreffer eingeköpft und seine Elf für eine erneut leidenschaftliche und taktisch disziplinierte Leistung belohnt. „Das ist einfach nur ein geiles Gefühl“, sagte SC-Trainer Paul Esser im Überschwang der Gefühle. Er räumte allerdings ein, dass der Sieg ein wenig glücklich zu Stande gekommen war. In der Tat war Aachen die spielbestimmende Mannschaft gewesen. Den Führungstreffer erzielte aber der Erftstädter Fabian Häger – nach einem Traumpass von Sven Allinger (21.). Den Ausgleich durch Felix Korb (43.) steckten die Gastgeber problemlos weg und durften am Ende doch noch jubeln. „Wir haben immer an das Tor geglaubt“, sagte Esser.

Germania Erftstadt: Fieseler, Allinger, Joch, Preis, Grunert, Schmoll, Kaumanns (80. Recke), Bucher (70. Neils), Aygül (46. da Silva), Häger, Schiffer.

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