HANDBALL. Landesliga: Zufriedenheit statt Euphorie

Der TV Palmersheim startet mit einem Erfolg in Euenheim – Auch Kuchenheim siegt

Arikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger von Marc Bädorf

TV Euenheim – TV Palmersheim 21:29 (12:12). Lange Zeit sah es so aus, als würde das erste Derby der Handball-Landesliga-Spielzeit wie von beiden Trainern prophezeit eine äußerst enge Angelegenheit werden. Beide Kontrahenten begannen sehr nervös und boten den Zuschauern ein zerfahrenes Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten.

Spannend war es jedoch. Bis eine Viertelstunde vor Schluss konnte sich weder Gastgeber Euenheim noch der TV Palmersheim absetzen. „Bis dahin war ich eigentlich zufrieden mit der Leistung meines Teams. Wobei man zugeben muss, dass uns unser Torhüter Tim Lierenfeld mit tollen Paraden im Spiel gehalten hat“, meinte Euenheims Spielertrainer Peter Trimborn.

In den Schlussminuten konnte dann aber auch Lierenfeld nicht verhindern, dass der Verbandsligaabsteiger aus Palmersheim davonzog. „Da hat sich die Erfahrung der TVP-Akteure bemerkbar gemacht“, sagte Trimborn etwas enttäuscht. Übermäßig glücklich war aber auch sein Trainerkollege aus Palmersheim nicht. „Spielerisch kann ich mit der Partie noch nicht zufrieden sein. Aber es war wichtig, mit einem Erfolg in die Spielzeit zu starten“, sagte Gästecoach Albert Peters. Freuen konnte er sich über die starke Leistung seines Rechtsaußen Sebastian Loben, der zehn Treffer zum Sieg beisteuerte.

TV Euenheim: Lierenfeld, Meyer, Breuer (3), Trimborn (3), Schmitz (1), Palmen (3), Engel (3), Becker (3), Schwarzbach (3), Merten (2), Marinjok, Korn (5/3), Bünder, Hirschmeier.

TV Palmersheim: Wershoven, Florian Müller (1), Heidebrecht (7), Matthias Kloß (2), Michael Kloß (2), Bernads (2), Loben (10/3), Dreuw (1), Jankowski (2), Christian Müller (2), Grömping, Jonas.

TV Kuchenheim – HSG Siebengebirge/Thomasberg III 25:18 (9:6). Der TV Kuchenheim feierte einen gelungenen Start in die neue Spielzeit. Dabei war der Anfang alles andere als souverän. Der KTV agierte spürbar nervös. So stand es nach 20 Minuten noch 4:4, und der Gastgeber hatte zu diesem Zeitpunkt erst zwei Tore aus dem Feld erzielt. „Wir waren sehr angespannt, besonders im Angriff waren wir etwas verkrampft“, sagte der Kuchenheimer Betreuer Alexander Müller. Doch bis zur Halbzeit konnten die Kuchenheimer ihre Nervosität ablegen und zogen auf 9:6 davon.

Nach dem Wiederanpfiff gewann diese Entwicklung an Dynamik, die Hausherren erzielten fünf Tore, ohne einen Gegentreffer zu kassieren. Die Vorentscheidung war gefallen. „In der zweiten Halbzeit haben wir im Angriff besser gespielt, wirklich zufrieden können wir aber noch nicht sein“, erklärte Müller, der eigentlich nur von der Leistung seines Torhüters Peter Linnenkohl begeistert war. „Er hat uns mit seinen Paraden den Rücken frei gehalten. In der zweiten Halbzeit hat er alleine sechs Siebenmeter pariert.“

TV Kuchenheim: Linnenkohl, Waschkau, Henzel (1), Müller (10/4), Hackhausen (1), Schnitzler (1), Howitz (4), Lingscheidt (3), Zinken (2), Odenkirchen (1), Vogt (2), Rabhioui, Kröger, Schmitz.

TVE Bad Münstereifel – VfL Bardenberg 29:26 (18:10). Der Landesligist TVE Bad Münstereifel zeigte zum Auftakt der Spielzeit zwei Gesichter. Einer ganz starken ersten Halbzeit folgte eine schwache zweite. „In den ersten 30 Minuten der Partie haben wir sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine überzeugende Leistung gezeigt“, sagte der Bad Münstereifeler Trainer Charly Jonas. Der Acht-Tore-Vorsprung zur Pause war in der Tat weder überraschend noch unverdient.

Doch die Führung machte die Kurstädter in der Folgezeit offenbar leichtsinnig. „Das war Kindergeburtstag nach dem Wechsel. In der Offensive wollte jeder mal werfen. Und dabei kam dann letztlich natürlich nichts herum“, fand Jonas nach der Begegnung deutliche Worte.

Die Bardenberger nutzten dies aus und glichen fünf Minuten vor Schluss sogar zum 26:26 aus. Das war dann aber wohl der Weckruf im richtigen Moment für das Team von Jonas. Denn der TVE fing sich wieder und sicherte sich doch noch den Sieg.

TVE Bad Münstereifel: Weber, Schwalb, Kuel, Kolvenbach, Götze, Kruse (4), Holtmeier (5/3), Kohn (1), Wilms (6), Fiedler (2), Cattelaens (2), Theissen, Smakolli (1), Reyer (8/3).

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Eine Antwort zu HANDBALL. Landesliga: Zufriedenheit statt Euphorie

  1. wrady schreibt:

    Hat dies auf trauma Hilfe rebloggt.

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