FUSSBALL. Mittelrheinliga. Die Wiedergutmachung bleibt aus

Der Euskirchener TSC verliert erneut – diesmal mit 0:1 gegen Windeck

Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger von Thorsten Jordan

Euskirchener TSC – TSV Germania Windeck 0:1 (0:0). Der Schuss ging nach hinten los. Eigentlich wollte der Fußball-Mittelrheinligist Euskirchener TSC Wiedergutmachung für das jüngste 1:2 im Spiel gegen Germania Erftstadt betreiben. Doch der ETSC verlor erneut – diesmal mit 0:1 gegen Germania Windeck.

Bis zur 87. Minute hatte dabei alles auf ein torloses Unentschieden hingedeutet. Dann drang der Windecker Patrick Siebert in den Euskirchener Strafraum ein, wo er von ETSC-Verteidiger Norman Saar zu Fall gebracht wurde – der Schiedsrichter entschied sofort auf Elfmeter. Die Gäste nahmen dieses Geschenk dankend an: Windecks Daniel Ottersbach überwand ETSC-Torhüter Joseph Griesehop zum 1:0. Kurz darauf war im Erftstadion Feierabend. Während die Germania ausgelassen ihren dritten Sieg in Folge feierte, schlichen die ETSC-Akteure nach der zweiten Pleite in Serie mit hängenden Köpfen vom Platz.

 „Wir haben 90 Minuten lang nur in eine Richtung gespielt. Aber was nützt das alles, wenn dabei nichts herumkommt“, ärgerte sich der Euskirchener Trainer Kurt Maus, der von der Leistung seiner Equipe – wie bereits in der Partie gegen Erftstadt-Lechenich – maßlos enttäuscht war. Der ETSC-Coach kritisierte vor allem die fehlenden Ideen im Spielaufbau und die unzureichende Laufbereitschaft: „Wir haben uns kaum zwingende Torchancen erarbeiten können. Für unsere Ansprüche ist das einfach viel zu wenig.“ Auch vom Auftritt seiner Leistungsträger zeigte er sich enttäuscht. Die beiden Neuverpflichtungen Marcel Radschuweit und Jan Winkler waren völlig unter ihren Möglichkeiten geblieben und wurden früh ausgewechselt.

Auf der anderen Seite war die Freude indes riesengroß. „Mein Team hat aufopferungsvoll gekämpft. Die neun Punkte kann uns keiner mehr nehmen“, sagte der Windecker Coach Marcus Voike, der bewusst defensiver spielen ließ und auf ein 4:5:1-System setzte. „Gegen Euskirchen hätten wir nicht mitspielen können. Hätte ich drei Angreifer aufgeboten, wären wir untergegangen“, so Voike.

Er muss im anstehenden Duell mit Erftstadt auf Stephan Sterzenbach verzichten: Der bereits ausgewechselte und im Vorfeld mit der Gelben Karte verwarnte Gäste-Spieler war nach dem Siegtreffer jubelnd auf den Platz gerannt und sah prompt Gelb-Rot. ETSC-Spielmacher Robert Zimnol kassierte nach dem Abpfiff derweil wegen Meckerns die Rote Karte.

Euskirchener TSC: Griesehop, Saar, Foukis, Schroden, Golz, Zimnol, Leßenich, Radschuweit (65. Wiedenau), Winkler (56. S. Kaiser), Drosdziok, M. Kaiser (70. Barth).

SV Nierfeld – Bonner SC 1:4 (0:2). Der SV Nierfeld blickt nach drei Spieltagen auf eine ernüchternde Bilanz zurück: Das Schlusslicht steht noch ohne Punkt da, musste bereits zwölf Gegentore hinnehmen und traf selbst erst dreimal ins Schwarze. „Was die nackten Ergebnisse angeht, kann man sicherlich von einem Fehlstart sprechen“, sagte SV-Trainer Achim Züll nach dem 1:4 im Duell mit dem Bonner SC. Er gab jedoch zu verstehen, dass sein Team trotz der Pleite eine gute Vorstellung gezeigt hatte: „Es läuft im Moment einfach sehr unglücklich für uns.“

In der Tat zappelte der Ball schon nach wenigen Sekunden im Nierfelder Gehäuse, weil Keeper Pierre Fromm einen harmlosen Distanzschuss von Andreas Dick passieren ließ. „Da war natürlich bereits die ganze Taktik über den Haufen geworfen“, ärgerte sich Züll. Seine Elf zeigte anschließend zwar vor über 300 Zuschauern Moral, doch Bonn erhöhte durch Vincenzo Bosa zum 2:0 (44.). Auch von diesem Schock ließen sich die Nierfelder nicht unterkriegen und versuchten nach dem Wechsel noch mal alles. „Es hat sich aber gezeigt, dass wir vorne keinen Vollstrecker haben“, sagte Züll hinterher. Er hatte seinen Spielmacher Oliver Manteuffel in die Spitze beordert.

Hoffnung keimte erst auf, als Sebastian Scheidtweiler auf 1:2 verkürzte (85.). Die Freude währte aber nur kurz, denn schon im Gegenzug beseitigte Fabio Dias mit seinem Treffer zum 3:1 die letzten Zweifel am Sieg des BSC. Anschließend traf er noch zum 4:1-Endstand (89.). „Heute haben wir wieder zu spüren bekommen, dass in dieser Klasse die kleinsten Fehler bestraft werden“, sagte Züll.

SVN: Fromm, Peiffer, Knauff, Georgi, Schleicher (80. Berzborn), B. Jansen (73. Weiler), Manteuffel, Scheidtweiler, Winkler, Rawicki (56. Shirai), M. Jansen.

SC Germania Erftstadt-Lechenich – Viktoria Arnoldsweiler 0:3 (0:0) Der Siegesserie der Erftstädter ist beendet. Nach zwei Erfolgen zum Auftakt unterlag der SC gegen den Favoriten aus Arnoldsweiler mit 0:3. Die Viktoria störte früh und zwang die Elf von Erftstadts Trainer Paul Esser immer wieder zu Ballverlusten in der eigenen Hälfte. Klare Chancen gab es im ersten Durchgang aber auf beiden Seiten nicht.

Nach dem Wechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Thorsten Muhlack die Germania fast in Führung gebracht hätte (58.). Vier Minuten später traf dann aber Stefan Baumgart zur Arnoldsweiler Führung. Der SC drückte fortan auf den Ausgleich, ließ aber beste Chancen aus. Den sich nun bietenden Raum nutzten die Gäste geschickt und schlossen zwei Konter zum 3:0 ab (82./90.). „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, sagte Esser.

Erftstadt-Lechenich: Fieseler, Joch, Schiffer, Allinger, Preis, Grunert, Kochems, Mauer (70. Rotwicki), Muhlack, Häger (46. Bucher), da Silva (54. Kaumanns).

 

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