LEICHTATLETIK. Große Geste unter Rivalen

Andreas Keil-Forneck lässt Marco Müller in Mutscheid den Vortritt

Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger von Paul Düster

Kreis Euskirchen. Sie waren wieder mal das Maß aller Dinge: Nora Schmitz (PST Trier) und Marco Müller (Runners-Point-Team Euskirchen). Nach ihrem jüngsten Sieg beim Römerkanal-Lauf in Kreuzweingarten triumphierten die beiden auch beim achten Volkslauf des SV Mutscheid in Bad Münstereifel.

Vor allem Schmitz unterstrich dabei ihre Ausnahmestellung in der Frauen-Konkurrenz des VR-Bank-Nordeifelcups. Die Studentin aus Hellenthal siegte in der Zeit von 43:59 Minuten und unterbot damit den Streckenrekord von Tanja Pesch aus dem Jahr 2011 um 74 Sekunden. „Es war schon ganz schön rutschig und matschig, aber trotzdem war es ein schöner Lauf. Ich habe mich riesig über meinen Erfolg gefreut“, sagte Schmitz nach ihrem siebten Sieg beim siebten Start. Der erste Platz in der Gesamtwertung ist ihr angesichts noch drei ausstehender Rennen damit wohl kaum noch zu nehmen. Als Zweite und Dritte überquerten die Vereinskolleginnen Tanja Pesch und Sabrina Wurzinger den Zielstrich. Die Starterinnen haben mit dem TuS Kreuzweingarten-Rheder den Sieg in der Mannschaftswertung schon sicher.

Eng ging es wieder einmal bei den Männern zu: Direkt nach dem Start setzten sich Marco Müller, Andreas Keil-Forneck (LG Linnich-Ameln), Sebastian Müller (Achims Sportshop) und Daniel Aigner (Runners-Point-Team Euskirchen) vom Rest des Feldes ab. Im weiteren Rennverlauf mussten Sebastian Müller und Aigner dann jedoch abreißen lassen – und der Weg war frei für Marco Müller und Keil-Forneck. Auf ein finales Sprintduell warteten die Zuschauer jedoch vergebens. „Am Ende hat von uns keiner mehr attackiert – stattdessen sind wir gemeinsam durchs Ziel gelaufen“, sagte Marco Müller, der als Mitglied des ausrichtenden Vereins SV Mutscheid letztlich den Vortritt erhielt und eine Sekunde früher die Ziellinie überqueren durfte als sein Rivale Keil-Forneck. Auf Rang drei folgte Sebastian Müller, der dem Lauf direkt eine Kampfansage folgen ließ: „Nach der Sommerpause werde ich mein Bestes geben, um den Eifelcup doch noch zu gewinnen.“

Dominic Aigner kann indes wohl nicht mehr in den Kampf um Platz eins eingreifen. Die Begründung lieferte sein Bruder Daniel, der als Starter beim SV Mutscheid auf dem vierten Rang landete: „Wie es im Augenblick aussieht, wird Dominic am Knie operiert und wird dadurch in dieser Saison nicht mehr antreten können.“

Beim schweren und selektiven Mutscheid-Mountain-Man über 19,4 Kilometer und 400 Höhenmeter holte sich – wie bereits im Vorjahr – Frank Apfelbaum (SSG Königswinter) den Sieg. Bei den Frauen war es Martina Schwanke (Rhein-Erft Multisport), die dank eines Streckenrekordes (1:27:26 Stunden) auf dem obersten Podestplatz landete.

Insgesamt waren 249 Läufer in den verschiedenen Alters- und Leistungsklassen an den Start gegangen. „Wir sind froh, dass es nach den Regenfällen in den letzten Tagen zumindest während der Läufe trocken geblieben ist. Wir haben trotz der nassen Strecken hervorragende Leistungen gesehen“, zeigte sich Turnierorganisator Hajo Dederichs rundherum zufrieden mit der Veranstaltung des SV Mutscheid.

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