FUSSBALL. Landesliga. Jansen lässt Nierfeld jubeln

Der SV Nierfeld gewinnt das Fußball-Landesliga-Derby gegen den SV Stotzheim mit 2:1. Michael Jansen trifft zwei Minuten vor Spielende zum Endstand. „Ein Unentschieden wäre wohl gerechter gewesen“, gestand SVN-Coach Achim Züll.

Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger von Marc Grospitz

So nah liegen Freud und Leid manchmal beisammen. Während der Nierfelder Akteur Michael Jansen im Fußball-Landesliga-Derby in Stotzheim mit seinem späten Treffer zum 2:1 für grenzenlosen Jubel bei den Gästen sorgte, konnten die Hausherren ihr Pech kaum fassen. Sie waren ganz nah dran gewesen, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Sogar ein Sieg schien zwischenzeitlich möglich – und wäre zudem so wichtig im Kampf um den Ligaverbleib gewesen. Stotzheim rutschte aufgrund der Niederlage auf einen Abstiegsplatz ab. Den Nierfeldern war dies am Ende herzlich egal: Sie lagen sich in den Armen und freuten sich über die erfolgreiche Verteidigung der Tabellenspitze.

Gästetrainer Achim Züll gab nach dem Abpfiff zu: „Ein Unentschieden wäre wohl gerechter gewesen.“ Seine Elf hatte sich gegen kompakt stehende Stotzheimer in der Tat schwergetan. Chancen waren Mangelware, denn auch Stotzheim brachte kaum etwas Produktives nach vorne zustanden. Das Team konzentrierte sich vor allem darauf, die Räume eng zu machen. „Und das ist uns auch hervorragend gelungen“, berichtete der Stotzheimer Trainer Norman Perschen. „In taktischer und kämpferischer Hinsicht war das eine tolle Vorstellung von unserer Mannschaft.“

Die Stotzheimer durften zwischenzeitlich sogar vom ganz großen Coup träumen. Nachdem sich das Team lange schadlos gehalten hatte, keimte die Hoffnung auf einen Dreier auf. Daniel Eversheim schoss die Gastgeber nämlich mit einem sehenswerten Distanzschuss mit 1:0 in Führung (73.). Die Antwort des Aufstiegskandidaten ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Der Nierfelder Trainer Züll warf nun alles nach vorne und plötzlich ergaben sich Chancen: Nur sieben Minuten nach dem Rückstand war der größte Schaden wieder behoben. Nach Vorarbeit von Dominik Wergen traf Bernd Jansen zum Ausgleich (80.). Und die Gäste drückten weiter aufs Tempo und wurden in der 88. Spielminute durch Jansens Tor für ihr Engagement belohnt. „Wir haben es ein bisschen erzwungen und hatten diesmal auch das nötige Quäntchen Glück“, sagte Züll, während sich sein Kollege Perschen Sorgen machte: „Die Jungs sind nach diesem Spiel ganz schön geknickt. Ich weiß noch nicht, wie schnell wir sie jetzt wieder aufgebaut bekommen. Das war schade, aber es war klar, dass wir uns keine Fehler gegen diese Spitzenmannschaft erlauben dürfen. Leider waren wir am Ende zweimal unkonzentriert.“

Stotzheim: Dorn, Schnitzer, Plützer, Yerlikaya, Neils, Ruland, Marek, Neziri, Kuzmanovic, Eversheim. Körsgen.

Nierfeld: Fromm, Knauff, Winkler, Rawicki, Schleicher (65. Kirch), Scheidtweiler, Manteuffel, Bernd Jansen, Georgi, (15. Önal, 65. Wergen), Kerkau, Michael Jansen.

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