FUSSBALL. Landesliga: Züll ist ein kritischer Gewinner

Der SV Nierfeld gewinnt auch das dritte Spiel nach der Winterpause – diesmal mit 4:2 gegen den Drittletzten SV Breinig. Trainer Achim Züll ärgert sich dennoch. Stotzheim unterliegt derweil in Eilendorf mit 0:3.

Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger von Marc Grospitz

SV SW Nierfeld – SV Breinig 4:2 (2:2). Der SV Nierfeld hielt sich auch im dritten Spiel nach der Winterpause schadlos. Der Spitzenreiter der Fußball-Landesliga bezwang den Drittletzten SV Breinig mit 4:2. Doch trotz des letztendlich klaren Erfolges, spiegelte die Analyse des Nierfelder Trainers alles andere als Zufriedenheit wider. Im Gegenteil, Achim Züll war sichtlich erbost: „Das war mir fußballerisch zu wenig. Da haben wir über 300 Zuschauer auf der Anlage und agieren pomadig und arrogant.“

In der Tat überließen die klar favorisierten Hausherren den Gästen überraschend oft die Spielkontrolle und wurden dafür bestraft: Zweimal ging das Züll-Team in der ersten Halbzeit durch Oliver Manteuffel in Front (15., 20.), doch die Antwort folgte jedes Mal prompt. Das 1:1 erzielte Breinig im direkten Gegenzug (16.) und auch das 2:2 ließ nicht lange auf sich warten (33.). „Wir haben den Breinigern zu viel Zeit zum Spielen gelassen“, ärgerte sich Züll.

Nach der Pause wurde es nur bedingt besser. Zwar traf Marcus Georgi schnell zum 3:2 für den SVN (50.), doch im Anschluss hatte das Züll-Team sichtlich Mühe, den Druck aufrechtzuerhalten. Immerhin ließ Nierfeld nun aber kaum mehr gegnerische Chancen zu. Und so schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Entscheidung fallen sollte. Knapp zehn Minuten vor dem Abpfiff war es dann soweit. Der Nierfelder Dominik Wergen machte mit dem 4:2 den Sack endgültig zu. Sein Coach war trotzdem nicht zu besänftigen: „Über diese Leistung werden wir sprechen. Das wird gegen stärkere Gegner nicht reichen.“

SV Nierfeld: Fromm, Peiffer, B. Jansen, Winkler, Rawicki, Scheidtweiler, Manteuffel, Georgi (80. Lambertz), Kerkau (65. Kirch), Wergen, Önal (46. Schleicher).

SV Eilendorf – SV SW Stotzheim 3:0 (1:0). Als Bozo Kuzmanovic in der Schlussminute vom Platz schlich, war Werner Regh fassungslos. Kuzmanovic hatte Sekunden vorher wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte gesehen. Für den Stotzheimer Trainer wirkte die Szene wie ein Déjà-vu: Nur zwei Tage zuvor war mit Oktay Ekici bei der 1:2-Pleite in Dremmen ebenfalls einer seiner Spieler wegen Meckerns in der Schlussphase vom Platz geflogen.

Da spielte die 0:3-Niederlage gegen den Landesliga-Zweiten nur noch eine untergeordnete Rolle. „Wir stecken im Abstiegskampf. Wenn unsere stärksten Spieler der Mannschaft solche Bärendienste erweisen und uns voraussichtlich lange fehlen werden, wird es verdammt schwer“, ärgerte sich Regh über die Disziplinlosigkeiten. Dabei hatte seine Elf in Eilendorf sogar eine gute Vorstellung geboten. Abgesehen von dem frühen Rückstand (7.), hatte der SVS die Partie im Griff und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Doch die Stotzheimer verpassten es, den Ausgleich zu erzielen. „Das war schade, denn wir hätten mehr verdient gehabt“, urteilte Regh, der mitansehen musste, wie seine Mannschaft am Ende zweimal ausgekontert wurde (87., 90.) und schließlich mit 0:3 verlor.

SV Stotzheim: Dorn, Neils, Yerlikaya, Schnitzer, Plützer, Marek, Löhr, Ruland (65. Neziri), Kuzmanovic, Körsgen, Eversheim.

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