FUSSBALL. Landesliga: Matchwinner von der Bank

Der eingewechselte Nierfelder Martin Kerkau entscheidet Derby gegen Stotzheim

Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger von Marc Grospitz

SV SW Nierfeld – SV SW Stotzheim 3:0 (0:0). Martin Kerkau nahm die Glückwünsche nach dem Spiel gerne entgegen. Der Angreifer des Fußball-Landesligisten SV Nierfeld war der Mann des Tages gewesen. Und das wusste er. Immerhin hatte Kerkau seinem Team mit zwei Treffern den Weg zum letztendlich souveränen 3:0 (0:0)-Derbyerfolg über den Lokalrivalen Schwarz-Weiß Stotzheim geebnet.

„Kerkau hat mich beeindruckt. Er hat sich zuletzt nach seiner Verletzung zurückgekämpft und sich nun nach seiner Einwechslung mit den entscheidenden Toren belohnt“, lobte der Nierfelder Trainer Achim Züll seinen Matchwinner, den er nach der Halbzeitpause eingewechselt hatte. Doch Kerkau brauchte keine lange Eingewöhnungszeit: Nur zehn Minuten nachdem er den Platz betreten hatte, brachte er den Nierfelder Anhang erstmals zum Jubeln. Nach schöner Vorarbeit von Wesley Schleicher und perfektem Zuspiel von Oliver Manteuffel hatte sich der Goalgetter nicht lange bitten lassen und zum 1:0 getroffen – eine Führung, die sich erst in den Minuten nach dem Wechsel angedeutet hatte. Denn die ersten 45 Minuten waren aus Nierfelder Sicht noch eher mäßig verlaufen.

Die Stotzheimer Gäste hatten im ersten Durchgang indes kompakt gestanden, wenig zugelassen und für eine ausgeglichene Partie gesorgt. Auch die größte Chance der ersten Halbzeit hatte der SVS gehabt, doch Christian Körsgen war am Pfosten gescheitert.

Nierfelds Coach Züll reagierte in der Pause auf die bescheidene Vorstellung seiner Elf, stellte um und brachte mit Kerkau eine weitere Offensivkraft. Ein Schachzug, der sich schnell auszahlte. Die Platzherren waren nun klar spielbestimmend und Kerkau bewies bei seiner ersten Chance seine Torjäger-Qualitäten. Das 1:0 spielte Nierfeld in die Karten. Die Stotzheimer mussten nun ihrerseits offensiver agieren, hatten aber im Spielaufbau Schwierigkeiten und luden die Nierfelder durch zahlreiche Ballverluste immer wieder zu schnellen Gegenangriffen ein.

Knapp eine Viertelstunde vor dem Abpfiff fiel dann die Vorentscheidung: Nach einer weiteren schönen Kombination war erneut Kerkau die letzte Station und vollendete zum 2:0. Nur drei Minuten später erhöhte Dominik Wergen auf 3:0 und alles war klar.

In der Schlussphase hätte der Nierfelder Sieg sogar noch höher ausfallen können, doch das wäre nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit wohl nicht verdient gewesen.

SV Nierfeld: Fromm, Peiffer (46. Kerkau), Knauff, Schleicher, Rawicki, Bernd Jansen, Manteuffel, Winkler, Georgi, Michael Jansen (84. Hackenbroich), Wergen (80. Lambertz).

SV Stotzheim: Gorr, Plützer, Schnitzer, Yerlikaya, Leyendecker, Kurth, Löhr (72.Weber), Ekici, Marek, Kuzmanovic, Körsgen.

Stimmen zum Spiel:

Marco Mavridis, Sportdirektor SV SW Stotzheim: Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. Der Angriff, der nach der Pause zum 1:0 für Nierfeld führte, war dann aber einfach Extraklasse. In der Folgezeit mussten wir aufmachen, und dann unterlaufen Fehler. Glückwunsch an Nierfeld, denn der Sieg ist verdient. Trotz allem möchte ich betonen, dass wir uns mit unserer jungen Mannschaft auf einem guten Weg befinden.

Achim Züll, Trainer SV SW Nierfeld: Ich bin in der Pause ein bisschen lauter geworden. Denn die Stotzheimer haben uns in der ersten Halbzeit mit einer starken Leistung den Schneid abgekauft. Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Nach dem Wechsel hat meine Elf dann aber über Kampf und Leidenschaft ins Spiel gefunden. Letztlich hätten wir vielleicht sogar zwei oder drei Tore mehr machen können.

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