MECHERNICH. Mechernicher Tanne wird Weihnachtsbaum im Phantasialand

Spektakuläre Fällung in der Mechernicher Bergstraße unweit des Rathauses – 18 Meter lange Tanne nachts nach Brühl gebracht – Die Fällung übernahm der erfahrene Forstdienstleister Carsten Pilzecker aus Kommern

Jedes Jahr sucht der Freizeitpark „Phantasieland“ Brühl für seinen Kaiserplatz einen kerzengeraden und großen Weihnachtsbaum. Seit drei Jahren hilft dabei der Kommerner  Forstunternehmer Carsten Pilzecker. Fündig wurde er in diesem Jahr in unweit des Mechernicher Rathauses.

Bäume aus dem Wald stehen zu eng und haben daher keine schönen Äste. Der Baum muss frei gewachsen sein, damit er den Anforderungen des Phantasialandes gerecht wird“, kennt Pilzecker die Auswahlkriterien. Ein solcher Baum stand bis dato im Garten von Gertrud Schröder in der Bergstraße in Mechernich. Ihre Familie hatte Pilzecker zur Rate gezogen, wie man das 18 Meter lange Ungetüm aus dem Garten befördern könne. Beim Anblick des makellosen Exemplars kam ihm gleich der Gedanke, das Prachtstück dem Phantasialand anzubieten.

Aus Sicherheitsgründen musste der mächtige Nadelbaum ohnehin aus dem Garten der 88 Jahre alten Gertud Schröder weichen. In den 60er Jahre hatte sie das Bäumchen als Souvenir  aus dem Schwarzwald mit an den Bleibach gebracht und gemeinsam mit ihrem Ehemann in den  Garten gepflanzt. Dort fand der Schössling wohl besten Nährboden, denn an der Kette des Kranwagens der Euskirchener Firma Salgert hängend, brachte er ein stolzes Gewicht von sieben Tonnen auf die Waage.

Um den Baum sichern zu können, ließ sich Carsten Pilzecker mit dem 30 Tonnen schweren Autokran an Seilen in den Wipfel heben. Dort befestige er zwei Ketten um den Stamm, seilte sich aus schwindelerregender Höhe ab, um sich anschließend mit dem anderthalb  Meter langen Schwert seiner Motorsäge ans Werk zu machen. Für den Inhaber des Kommerner Dienstleistungsunternehmens „Forstservice“  nichts Außergewöhnliches: „Vor kurzem haben wir in Kommern sogar einen solchen Koloss über Häuser hinweg aus dem Garten geholt.“ Mit zwei gekonnten Schnitten war der Stamm durchtrennt.

Über Funk informierte Pilzecker den Kranwagenführer, und schon schwebte der  Baum seiner neuen Bestimmung entgegen. Der Abtransport auf dem Tieflader nach Brühl ging wegen Überbreite und Überlänge erst in der darauffolgenden Nacht über die Bühne.

„Rund 7.000 Euro kostet uns die ganze Aktion“, erklärt Heinz Willenborg,  Technischer Leiter des Phantasialandes. Als Dank erhält die gesamte Familie von Gertrud Schröder Freikarten für den Freizeitpark, damit sie „ihren“ Baum in voller Pracht  bewundern kann, wenn er mit einem 30 Tonnen schweren Fuß als Gegengewicht und schön geschmückt auf dem Kaiserplatz steht. Dekoriert wird er mit Lichterketten von insgesamt vier Kilometern Länge und 10.000 Lichtern.

pp/Agentur ProfiPress
 

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