BASKETBALL. ProB: Münsterland Baskets gewinnen Krimi gegen Recklinghausen

Das WBV-Derby zwischen den Münsterland Baskets Wulfen und Aufsteiger Citybasket Recklinghausen in der ProB (Nord) war an Spannung kaum zu überbieten. Am Ende konnte sich Wulfen knapp mit 109:101 durchsetzen. Süd-Spitzenreiter Dragons Rhöndorf bezwang in einer ebenfalls hoch dramatischen Partie Fraport Skyliners Frankfurt mit 84:82.

Das Derby in Wulfen werden alle Beteiligten wohl so schnell nicht vergessen. Die rund 650 Zuschauer sahen ein über zwei Stunden dauerndes Basketball-Spektakel mit dem besseren Ende für die Heim-Mannschaft (109:101). Eigentlich sah der BSV Wulfen nach dem dritten Viertel bereits wie der sichere Sieger aus (86:66). Doch dann schrieb der Basketballsport wieder einmal seine eigene Geschichte. Innerhalb von nur vier Minuten legte der Aufsteiger aus Recklinghausen eine 18:0-Serie hin, und lag plötzlich nur noch mit 84:89 zurück (35.). Wulfen konterte und zog wieder auf 97:87 davon. Doch wer glaubte, die Partie sei nun endgültig entschieden, der sah sich getäuscht. Citybasket steckte nicht auf, und Patrik Carney versenkte nervenstark zwei Freiwürfe zum 100:101 (39.). Als dann Münsterlands Anthony Young (Topscorer mit 27 Punkten) per Dreier zum 104:100 traf und Sekunden später einen von zwei Freiwürfen zum 105:100 nachlegte, war die Partie zu Gunsten der Hausherren entschieden. Da halfen auch die beeindruckenden 40 Punkte von Robert Franklin nicht mehr.

Einen verdienten 109:95-Heimerfolg feierte die BG Dorsten gegen die UBC Tigers Hannover. Über 400 Zuschauer sahen eine rasante Begegnung. Über weite Strecken der ersten Halbzeit lagen die Gäste aus Niedersachsen in Führung, ehe die BG nach einem 12:0-Lauf vorbeizog und mit einer 54:47-Führung in die Kabine ging. Dorsten baute den Vorsprung bis zur 36. Minuten sogar auf 97:78 aus, und entsprechend konnte BG-Coach Torsten Schierenbeck auch seinem Youngster Janik Knittel Einsatzzeiten geben. Zwar kämpfte sich Hannover mit einer Ganzfeldpresse nochmals auf zwölf Punkte heran, aber die Partie war entschieden. „Unglaublich mit welcher Energie Hannover am Ende noch gespielt hat“, zollte Schierenbeck den Gästen Respekt. BG-Topscorer war Nderim Pelaj mit 20 Punkten.

Ebenfalls einen Heimsieg verbuchten die Rheinland Versicherungen Hertener Löwen beim 99:78 über die BSW Sixers. Dabei sah es am Anfang nicht unbedingt nach einem deutlichen Sieg aus. Die Gäste aus Sandersdorf starteten mit einem 15:2-Run in die Partie. Aber die Hausherren kamen von Minute zu Minute besser ins Spiel und gingen mit einer 41:32-Halbzeitführung in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel waren die Löwen die spielbestimmende Mannschaft. Am Ende siegte Herten dank einer brillanten Teamleistung verdient. „Wir sind als Kollektiv aufgetreten und haben uns auch durch den Rückstand nicht beeindrucken lassen“, fand Löwen-Trainer Dirk Altenbeck nur lobende Wort für seine Schützlinge. Topscorer der Löwen war William Taylor mit 23 Punkten.

Den fünften Sieg im fünften Spiel landeten die Schwelmer Baskets bei Spot up Medien Baskets Braunschweig (80:71) und verteidigen damit die Tabellenführung in der Nord-Gruppe. Die Vorentscheidung fiel im dritten Viertel, als sich Schwelm mit 56:45 absetzten konnte. Zwar kämpften sich die Gastgeber noch einmal heran, aber den Schlusspunkt setze der starke Andreas Kronhardt mit einem Dreier. Schwelms-Top-Scorer war der junge Lars Wendt mit 27 Punkten.

Äußerst eng verlief die Partie zwischen den Dragons Rhöndorf und den Fraport Skyliners Juniors aus Frankfurt in der Gruppe Süd. Zwei verworfene Freiwürfe von Frankfurts Center Johannes Voigtmann kurz vor Schluss brachten die Entscheidung zugunsten der Drachen, die mit 84:82 die Oberhand behielten. Vier Minuten vor dem Ende war beim Stand von 74:73 für Rhöndorf noch alles offen. Mit einem 6:0-Zwischensprint konnten sich die Drachen zwar anschließend etwas absetzen, doch Frankfurt ließ sich davon nicht beeindrucken. Beim 82:82 und noch 34 Sekunden auf der Uhr war es Rhöndorfs Nick Larsen der gefoult wurde und cool zum 84:82 verwandelte. Wie bereits erwähnt brachte Frankfurts Center Voigtmann danach seine Freiwürfe nicht mehr im Ziel unter und Rhöndorf konnte Jubeln. Geddes Robinson (21 Punkte) und Alejo Rodriguez (19) waren dabei die herausragenden Akteure auf Seiten der Dragons.

Der Auswärtsfluch der Bayer Giants Leverkusen hält weiter an. Auch bei BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen unterlag das Team mit 83:85 und bleibt damit in gegnerischer Halle weiter sieglos. Dabei sah es für die Leverkusener noch bis zum Schlussviertel bestens aus. Mit einem 68:53-Vorsprung ging es in die letzten zehn Minuten. Doch dann riss der Faden. Die Hausherren kamen Punkt für Punkt heran und erkämpften sich drei Minuten vor dem Ende den Ausgleich (79:79). In der hart umkämpften Schlussphase erzielte Leitershofens Lindsay Hughey-Hall dann die 85:83-Führung. Sechs Sekunden vor Spielende sollte Leverkusens Josh Parker den entscheidenden Wurf nehmen, doch soweit kam es nicht: Der US-Playmaker rutschte aus und verlor das Spielgerät. Bayer Topscorer war Adonte Parker mit 31 Punkten. (maGro/pd)

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