FUSSBALL. MITTELRHEINLIGA: Sebastian Kaiser schockt Hürth

Der Euskirchener Stürmer trifft beim 4:2 gegen den Spitzenreiter gleich dreimal

Bericht aus dem Kölner Stadt Anzeiger
VON THORSTEN JORDAN

Euskirchener TSC – FC Hürth 4:2 (1:1). Als der Euskirchener Marcel Kaiser in der 53. Minute wegen wiederholten Foulspiels mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen wurde und der Hürther Nikolas Schmitz die Gäste eine Minute später mit 2:1 in Führung brachte, hätte einem um den ETSC angst und bange werden können. Doch was dann folgte, werden alle Beteiligten wohl so schnell nicht vergessen: Während der bis dato klar überlegene Spitzenreiter es verpasste, in Überzahl den Sack zuzumachen, setzte Euskirchen alles auf eine Karte und drehte binnen acht Minuten das Spiel. Erst traf der eingewechselte Marvin Iskra nach einer Flanke von René Rose zum 2:2 (76.), dann markierte Sebastian Kaiser – erneut hatte Rose geflankt – das 3:2 (79.) und schlussendlich krönte Kaiser seine starke Leistung mit seinem dritten Treffer zum 4:2-Endstand (84.). „Mir fehlen die Worte. So einen Spielverlauf habe ich noch nicht erlebt. Wir haben die Punkte leichtfertig verschenkt“, analysierte der restlos bediente FCH-Trainer Chris Ofori.

Euskirchens Trainer Kurt Maus strahlte dagegen über das ganze Gesicht: „Das war ein Sieg des Willens. Meine Jungs waren bereits am Boden, haben dann aber mit dem Mute der Verzweiflung die Wende herbeigeführt.“ Von Beginn an hatte der Spitzenreiter im Euskirchener Erftstadion optisch überlegen agiert und phasenweise sehenswert kombiniert. Zwar hatte Sebastian Kaiser den ETSC mit 1:0 in Führung gebracht (15.), doch die Gäste zeigten sich unbeeindruckt und erzielten durch Nikolas Schmitz den Ausgleich (28.).

Euskirchen konnte sich fortan nur noch selten befreien und bekam vor allem die Hürther Offensivkräfte Max Dornbusch und Yousef Keshta zu keiner Phase in den Griff. „Ich hatte diese Spieler klar zugeteilt. Stattdessen haben einige gedacht, sie müssten improvisieren“, ärgerte sich Maus über das taktische Fehlverhalten seiner Defensive und fand in der Halbzeit deutliche Worte. Auch Chris Ofori hatte seine Spieler gewarnt – insbesondere vor Sebastian Kaiser. Am Ende leider umsonst. Übrigens: Hürths Max Dornbusch spielte an alter Wirkungsstätte zwar nicht schlecht, gehörte aber auch zu denjenigen, die nicht

in der Lage waren, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. „Wir müssen die Schuld bei uns selbst suchen. So etwas darf einfach nicht passieren“, sagte Ofori. Euskirchen verbesserte sich auf Platz fünf und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Hürth.

ETSC: Griesehop, Saar, Kunst, Rose, Foukis (54. Leßenich, 86. Kirch), Wiedenau (66. Iskra), Golz, Beshah, Zimnol, S. Kaiser, M. Kaiser.

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