FUSSBALL. Bitburger-Kreispokalfinale

Wergen-Festspiele

Der Stürmer schießt den SV Nierfeld mit drei Toren in der Verlängerung zum 3:0 gegen den ETSC

Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger
VON OTMAR REETZ

Ein Jahr Pause war dem SV Nierfeld offenbar genug. Der Fußball-Landesligist machte mit dem 3:0 nach Verlängerung gegen den Mittelrheinligisten Euskirchener TSC zum fünften Mal innerhalb der letzten sechs Jahre den Kreispokalsieg perfekt. Garant für den Erfolg war die Tore-Gala von Dominik Wergen in der Verlängerung.

Dabei scheint sich der gelernte Stürmer an seine neue Rolle als Spielmacher gut gewöhnt zu haben – und auch seine Torjägerqualitäten haben nicht gelitten. Beim 1:0 in der 102. Minute zirkelte er einen Freistoß von der Strafraumgrenze genau in den rechten Winkel des Euskirchener Tores. Der lange ETSC-Torwart Josef Griesehop streckte sich vergeblich nach diesem platzierten Schuss. Vorausgegangen war ein Freistoß von Wesley Schleicher aus rund 30 Metern, der von einem Euskirchener Abwehrspieler mit der Hand abgeblockt worden war. Vier Minuten später landete sein Heber an der Latte. Doch das 2:0 folgte nur Sekunden später: Dabei überwand er den ETSC-Torwart mit einem trockenen Flachschuss aus 18 Metern. Den Schlusspunkt zum 3:0-Endstand setzte der Nierfelder mit einem sehenswerten Volleyschuss aus der Drehung.

Vor den „Wergen-Festspielen“ hätte das Spiel jedoch eine andere Wendung nehmen können: Euskirchen hatte Pech, als Sebastian Kaiser mit einem Schuss nur die Unterkante der Latte traf. So nahm das Glück der Nierfelder dank der Vollstreckerqualitäten von Torjäger Wergen seinen Lauf und endete im großen Jubel über den Pokalsieg.

Wergen prägte die Verlängerung und damit das Highlight des Spiels. Die 90 vorangegangenen Minuten waren vor allem geprägt von den hohen Temperaturen dieses Sommertages. Torchancen ergaben sich in der regulären Spielzeit kaum, denn auf beiden Seiten fehlte die Durchschlagskraft im Sturm. Dafür standen die Abwehrreihen gut.

Zwischen der 80. und 90. Spielminute kam der ETSC durch einige gute Angriffsaktionen zu Torchancen. Zunächst strich ein Schuss von Marcel Kaiser, bei dem Nierfelds Keeper Pierre Fromm noch mit den Fingerspitzen das Leder berührte, über die Latte. Dann bekam Sebastian Kaiser aus kurzer Entfernung nicht genügend Druck hinter seinen Kopfball, sodass der SVN-Schlussmann wenig Mühe hatte zu parieren. Wiederum nur Minuten später lenkte David Beshah eine flache Hereingabe von der linken Seite mit dem Fuß in Richtung SVN-Tor. Auch hier fehlte dem Schuss des Euskirchener Mittelfeldspielers der Druck. Fromm hielt erneut – und machte damit den Weg frei für Wergens große Gala und den fünften Pokalerfolg des SV Nierfeld.

Nierfeld: Fromm, Schleicher, Peiffer, Knauff, Hackenbroich, Bernd Jansen, Rawicki (100. Winkler), Scheidtweiler, Michael Jansen, Wergen (115. Küpper), Kerkau (110. Meyer).

ETSC: Griesehop, Saar, Foukis (65. Ems), Schroden, Rose, Kunst (106. Kirch), Beshah, Leßenich (46. Wiedenau), Zimnol, Marcel Kaiser, Sebastian Kaiser.

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Wergen (102., 107., 113.).

Die Stimmen zum Endspiel

Achim Züll (Trainer des SV Nierfeld): Es war eine taktische Meisterleistung meiner Mannschaft. Wir haben die ersten 30 Minuten hinten dicht gemacht  und uns nicht herauslocken lassen. Wer dann auch noch drei Tore schießt, hat verdient gewonnen.

Kurt Maus (Trainer des ETSC): Für die Meisterschaftsspiele müssen wir uns auf jeden Fall noch steigern. Nierfeld hat hinten gut gestanden und trotzdem Tormöglichkeiten erspielt. Diese Partie hat bewiesen, dass auch ein Außenseiter gewinnen und schöne Tore schießen kann.

Dominik Wergen (Spieler des SV Nierfeld): Ich habe in der Vorbereitung einige Kilos abtrainiert. Das hat sich ausgezahlt. Tore in solch einem Finale und dazu im Duell gegen den ETSC sind besonders toll. Aber den Erfolg hat sich die gesamte Mannschaft verdient. Wir haben wieder ein geiles Team.

Jörg Jordan (Co-Trainer des ETSC): Gegen Ende der regulären Spielzeit hatten wir einige gute Tormöglichkeiten, um das entscheidende Tor zu schießen. Auch in der Verlängerung besaßen wir die erste Großchance. Leider hat uns das Glück im Abschluss gefehlt. Enttäuscht bin ich auch von der eher mäßigen Zuschauerkulisse.

Norbert Toporowsky (Geschäftsführer des SV Nierfeld): Unsere Mannschaft hat die Spielerausfälle mit großem kämpferischem Einsatz kompensiert. Dafür gebührt ihr ein Kompliment.

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