ROGGENDORF. Made in Roggendorf

In der Roggendorfer Firma Präzisrohr Hilden Feldmann und Hüls GmbH & Co. KG dreht sich seit 1990 alles um Stahlrohre – Europaweiter Vertrieb – Die Produkte werden für Laden- und Möbelbauer aber auch für die Autoindustrie gefertigt – Firma will expandieren und sucht neue Mitarbeiter

Am 1. April 1988 gründeten die Gesellschafter Hanspeter Feldmann, Egbert Hüls und Willi Obst in Hilden (Kreis Mettmann) die Firma Präzisrohr Hilden Feldmann & Hüls GmbH & Co. KG. „Das Unternehmen wuchs sehr schnell und es wurde klar, dass der Standort in Hilden bald aus allen Nähten platzen würde“, erklärt der heutige Geschäftsführer der Firma . Dass dann Mechernich-Roggendorf als neuer Firmensitz ausgewählt wurde, ist einem Zufall zu verdanken: Gesellschafter Egbert Hüls wohnte in Hellenthal und fuhr jeden Morgen durch Roggendorf auf die Autobahn nach Hilden. „Irgendwann hat er bei einer dieser Fahrten an der großen Halle ein Verkaufsschild entdeckt und sich die Gebäude angeschaut“, erklärt Feldmann. Schon nach der ersten Besichtigung wurde klar, dass die Ausmaße der Halle und auch die des dazugehörenden Grundstücks in der Roggendorfer Eisenwerkstraße 2 perfekt passten.

Die Firma kaufte die Immobilie und zog am ersten Februar 1990 auf das neue Betriebsgelände. Die 6.500 Quadratmeter große Halle ermöglichte eine erhebliche Ausweitung der Aktivitäten. Bereits eineinhalb Jahre später wurde eine neue Rohrschweißanlage in Betrieb genommen. Ende 2005 kam es dann zu einem Personalwechsel. Egbert Hüls schied als geschäftsführender Gesellschafter aus, neuer Gesellschafter und Geschäftsführer der Präzisrohr Hilden wurde Fabian F. Feldmann, der 34jährige Sohn von Firmengründer Hanspeter Feldmann.

Nach dem Motto „Neue Besen kehren gut“ hat Feldmann, der in Hamburg Betriebswirtschaft studierte und danach in einem Stahlservice-Center arbeitete, den Betrieb umgekrempelt: Es wurden hochmoderne Krananlagen angeschafft, im Jahr 2009 ging die dritte Rohrprofil- und Schweißanlage in Betrieb. „Dadurch konnten wir unser Produktionsspektrum ausbreiten und neue Märkte erschließen“, erklärt Fabian F. Feldmann die Investitionen der letzten Jahre.

Abnehmer der in Roggendorf produzierten Rohre sind vor allem die Möbelindustrie, Ladenbauer und Firmen, die Anlagen im Logistikbereich fertigen. Zu den weiteren Kunden zählen die Produzenten von Einkaufswagen und die Automobilindustrie. „An jedem zweiten Einkaufswagen, der durch die Geschäfte geschoben wird, sind unsere Rohre verbaut“, stellt Feldmann fest. Der Löwenanteil, nämlich 85 Prozent der bei Präzisrohr Hilden hergestellten Rohre bleiben in Deutschland. Zehn Prozent der Produktion gehen in die umliegenden Beneluxstaaten, die restlichen fünf Prozent in weitere europäische Länder. Geliefert wird im großen Stil.

„Wir beliefern immer nur in Mengen ab 25 Tonnen“, so Feldmann. Ein großer Vorteil gegenüber den Mitbewerbern ist die Flexibilität, die Präzisrohr Hilden an den Tag legt. „Wenn ein anderes Unternehmen nicht liefern kann, können wir sehr schnell einspringen“, sagt Feldmann und liefert Beispiele: „Für den Audi Q5 haben wir ein Rohr innerhalb von drei Tagen nach der ersten Anfrage bemustert. Das ist ausgesprochen schnell.“ Für einige Kunden waren Rohre bereits gefertigt und ausgeliefert bevor die offizielle Bestellung bei Präzisrohr Hilden eingegangen war.

Das Rohmaterial Stahl bezieht Präzisrohr Hilden bei der deutschen Stahlindustrie, bei Handelshäusern oder von der westeuropäischen Metallindustrie. Feldmann versucht, das unternehmerische Risiko so gering wie möglich zu halten. Gerade einmal 1.300 bis 1.400 Tonnen Stahl finden sich als Lagerbestand. Fast alles, was in der Roggendorfer Fabrikhalle produziert wird, ist bereits verkauft. Die jüngste Weltwirtschaftskrise im Jahr 2009 hat das Unternehmen fast unbeschadet überstanden. Das Jahr 2011 wurde für Präzisrohr Hilden sogar das Erfolgreichste in seiner 24-jährigen Firmengeschichte:

Mit fast 19.000 Tonnen Stahl, die von 37 Mitarbeitern im Zweischichtbetrieb pro Jahr verarbeitet wurden, konnte ein neuer Rekord verbucht werden.

Neben der reinen Produktion von Rohren betreibt das Unternehmen auch eine eigene Werkzeugbau-Abteilung. „Fast alle Verschleißteile unserer Produktionsmaschinen stellen wir in unserer Dreherei selbst her“, sagt Feldmann stolz. Für den Fall der Fälle, dass etwas doch nicht selbst gemacht werden kann, hat die Firma Vorsorge getroffen. So kann Präzisrohr Hilden im Kreis Euskirchen auf ein funktionierendes Firmennetzwerk zurückgreifen, in dem fehlende Maschinenteile schnell geliefert werden können. Ein weiterer Standortvorteil ist der kurze Draht zur Stadt Mechernich. „Mit der Stadt haben wir ein sehr gutes Verhältnis“, stellt Feldmann fest. „Die Stadt begleitet die Firma seit den Anfängen und unterstützt sie natürlich auch bei einer Betriebserweiterung unbürokratisch und schnell“, sagt Peter Dierichsweiler, Teamleiter Liegenschaftswesen und Wirtschaftsförderung.

Für die Zukunft stehen die Zeichen bei Präzisrohr Hilden auf Expansion: „Innerhalb der nächsten fünf Jahr wollen wir den Betrieb weiter ausbauen. Unser Grundstück in Roggendorf ist groß genug um das zu realisieren.“ Damit würde das Unternehmen neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Bereits heute werden neue ausgebildete Mitarbeiter händeringend gesucht. Ganz oben auf der Wunschliste stehen dabei Kräfte aus der Metallverarbeitung, aus dem Maschinenbau oder gelernte Mechatroniker. „Wem die Arbeit in unserer Firma Spaß macht, dem bieten wir eine Lebensstellung“, sagt Fabian F. Feldmann.

Das Problem des Fachkräftemangels ist auch bei der Stadt Mechernich ein Thema. „Dieser Mangel betrifft leider viele Betriebe im Stadtgebiet. Wir können keine Fachkräfte herzaubern, versuchen aber Voraussetzungen zu schaffen, so zu Beispiel über die Bereitstellung von Wohnbaugrundstücken, um diesem Personenkreis eine Anstellung in den Betrieben im Bereich der Stadt zu erleichtern“, stellt Peter Dierichsweiler fest.

Kontaktinformationen gibt es im Internet unter: www.praezisrohr-hilden.de

pp/Agentur ProfiPress
 

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