FUSSBALL. Mittelrheinliga: Ein Wechselbad der Gefühle

SV Nierfeld – SpVg Wesseling-Urfeld 3:5 (2:1.) Als Schiedsrichter Alexander Degeer aus Köln die Partie in der Fußball-Mittelrheinliga zwischen dem abstiegsbedrohten SV Nierfeld und dem Fünften SpVg Wesseling-Urfeld abpfiff, kannte der Jubel bei den Gästen nach dem 5:3 (1:2)-Erfolg keine Grenzen mehr – an der Mittellinie versammelten sich die SpVg-Spieler und feierten ausgelassen den Sieg. Die Nierfelder Akteure dagegen sanken niedergeschlagen zu Boden und schlichen dann mit hängenden Köpfen in die Kabine.

„Sollten wir absteigen, dann liegt es sicherlich auch daran, dass wir einfach zu viele klare Chancen vergeben. Auch heute war sonst zwischen beiden Teams kein Klassenunterschied zu erkennen“, bilanzierte SVN-Coach Achim Züll, der allerdings keinem seiner Schützlinge einen Vorwurf machen wollte. Wohl wahr, denn sein Team sah bis zur 69. Minute wie der sichere Sieger aus. Nierfeld führte mit 3:1 und das in Unterzahl. Denn Thomas Kirch hatte bereits in der 25. Minute nach einem unnötigen Foul an Quinito Proenca am Mittelkreis die Rote Karte gesehen. Doch dann ging alles ganz schnell: SpVg-Spieler Michael Sohn erzielte das 2:3 (69.), Dustin Tesch das 3:3 (76.), erneut Sohns das 4:3 (77.) und Philipp Menzler traf schließlich zum 5:3-Endstand (79.). Binnen zehn Minuten hatten die Gäste die Partie also gedreht und hätten anschließend sogar noch höher gewinnen müssen. „Bis zum 2:3 haben wir eine katastrophale Vorstellung geboten. Dann aber hat mein Team eine tolle Moral gezeigt“, sagte der Wesselinger Trainer Josef Farkas, der bei seinen Auswechslungen auch ein glückliches Händchen bewiesen hatte, als er die Torschützen Sohns und Tesch brachte, die sofort für Belebung sorgten. Von Beginn an entwickelte sich eine hitzige Partie, bei der zunächst die SpVg den besseren Start erwischte. Bereits nach einer Minute entschärfte Nierfelds Torhüter Dirk Scheer einen Kopfball des Wesselinger Daniel Farkas in hervorragender Manier, ehe Letzter kurz darauf wiederum aus kurzer Distanz scheiterte.

Dann war es SpVg-Spieler Menzler, der nach fünf Minuten zum 1:0 für die Gäste traf. Doch die Freude währte nicht lange, denn schon im Gegenzug erzielte der Nierfelder Michael Jansen den Ausgleich (6.). Der SVN erarbeitete sich weitere Großchancen. Martin Kerkau traf nur die Latte (8.) und Dominik Wergen (9.) hatte ebenfalls Pech. Dann schoss Kerkau das 2:1 (12.), ehe sich kurze Zeit später die Ereignisse überschlugen. Erst parierte SV-Keeper Scheer einen Strafstoß von Proenca (23.). Zwei Minuten später flog wie bereits erwähnt Kirch vom Platz (25.). Davon unbeeindruckt bestimmte Nierfeld dennoch das Geschehen, aber vergab bis zur Pause weitere hochkarätige Möglichkeiten durch Oliver Manteuffel und Michael Jansen (30.), die kurz hintereinander am hervorragend reagierenden SpVg-Keeper Marco Werner scheiterten. Nochmals Jansen (33.) und Marco Hackenbroich, der mit einem Schuss erneut nur die Latte traf (40.) brachten Nierfelds Coach Achim Züll dann endgültig zur Verzweiflung. Als nach der Pause Manteuffel nach Freistoß von Wergen per Kopf das 3:1 für die Hausherren erzielte (60.), schien die Vorentscheidung gefallen. Doch das bittere Ende sollte für Nierfeld erst noch kommen.

SV Nierfeld: Scheer, B. Jansen, Hackenbroich, Kirch, Peiffer (87. Marek), Winkler, M. Jansen, Georgi (77. Schleicher), Wergen (82. Spilles), Manteuffel, Kerkau.

Von Thorsten Jordan KSTA
 
 

 
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